„Es wird unfassbar schön aussehen“, schwärmt Hannes Schröder während des Gesprächs mit Kumst und Mälzer und meint damit den Alsterpavillon am Jungfernstieg. Derzeit überwiegen auf der Baustelle noch Bauzäune, Rohbeton und Staub – dazu kommende Woche mehr – doch Schröder weiß bereits, dass sein neuestes Projekt etwas ganz Besonderes wird.
„Es war so, dass die Familie Nordmann und ich gemeinsam an dem Konzept gefeilt haben, ich durfte mir die Produktion auf der Insel Rügen ansehen und wir haben uns Gedanken gemacht, wie wir das aufziehen könnten. In der Vergangenheit haben wir bereits gemeinsam das Konzept für ein Strandgasthaus geplant, ich hatte da richtig Bock drauf, aber das hat nicht geklappt. Dann war die Idee da, aber wir hatten nicht das richtige Objekt. Und dann kam die Ausschreibung.“
Eine Ort für ganz Hamburg
Schröder will mit dem Alsterpavillon das erreichen, was er mit seinen anderen Restaurants bereits geschafft hat: „Es muss ein Ort werden, der lebt, der pulsiert. Das, was wir mit unseren anderen Läden im Stadtteil geschafft haben, wollen wir mit dem Alsterpavillon für die ganze Stadt schaffen.“ Knapp 170 Vollzeit-Mitarbeitende plant er für das Projekt ein. „Es ist möglich, dass du dich damit zum unbeliebtesten Gastronom in Hamburg machst!“, sagt Mälzer. Warum? Weil Hamburgs Gastro-Branche vernetzt ist und gute Mitarbeitende rar sind. Tim Mälzer: „Jeder Gastronom ist ein bisschen empfindlich, wenn die eigenen Mitarbeiter zu anderen Mitstreitern gehen, die sich auf Augenhöhe bewegen, wenn nicht ein Karriereschritt oder Ähnliches der Grund ist.“
„Im März fangen wir langsam an, aufzubauen“, verrät Schröder. „Wir versuchen so zu arbeiten, dass wir nicht mehr Leute brauchen als unbedingt nötig.“ Zudem erklärt er, dass er den Alsterpavillon nicht nur so aufbaut, damit er den Gästen etwas zu bieten hat, sondern auch, um seinen Mitarbeitenden etwas zu bieten. „Im Prozess der Bewerbung habe ich das Gebäude zu lieben gelernt. Das hat ein Architekt extra für die Gastronomie gebaut, das ist ein künstlerisches Meisterwerk“, schwärmt er.
Auch Tim Mälzer hat sich kurzzeitig für den Alsterpavillon interessiert – sich letztendlich aber dagegen entschieden. Warum, erfahrt ihr in der Folge: genussguide-hamburg.com/mediathek/podcasts/einmal-alles-bitte/folge-63-hannes-schroeder
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