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So muckelig ist es auf Hamburgs Weihnachtsmärkten

Überdachtes Lagerfeuer, Eisflächen, ein Wichtelwald und skandinavische Tipi-Zelte: Hamburgs Weihnachtsmärkte sind so vielfältig wie seine Stadtteile. Zeit für eine Entdeckungstour – immer dem Glühwein-Duft nach!

Sortierung alphabetisch nicht nach Platzierung, November 2021

 

Bergedorfer Wichtelmarkt

Ein weihnachtlicher Ausflug nach Bergedorf lohnt sich unbedingt, denn der Wichtelmarkt hat das vielleicht schönste Lichtkonzept unter den Hamburger Weihnachtsmärkten. Ein Meer aus Herrnhuter Sternen und Abertausenden kleinen Lämpchen bringen den Himmel über der Alten Holstenstraße und dem Johann-Adolf-Hasse-Platz bis zur Schlosswiese zum Funkeln. Inmitten eines Tannenwaldes liegt die Wichtelhütte. Hier dürfen Kinder kostenlos Kekse backen oder Weihnachtsgeschichten lauschen. Neben Spanferkel, Flammlachs und Grünkohl bietet der Markt eine tolle Auswahl an handbemalten Weihnachtskugeln, Textilien und Holzarbeiten, die aus urigen Giebelhütten verkauft werden.

Schloss Bergedorf (Bergedorf), 22.11.–30.12., Mo–So 11–21 Uhr, 2G-Regelung

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Beeindruckendes Lichtkonzept auf dem Bergedorfer Weihnachtsmarkt / ©Bergedorfer Weihnachtsmarkt

Christgrindelmarkt

Der perfekte Dezembersonntag: Nachmittagskino im Abaton, danach bei Glühwein über den Film diskutieren und anschließend die schönste Tanne beim Weihnachtsbaumkauf am Allende-Platz sichern. In der Wichtelwerkstatt dürfen Kinder sich derweil kreativ ausleben oder am Kulturprogramm von Puppenspiel bis Mitmach-Musik teilnehmen. Die Kleinkunstbühne des Christgrindelmarkts hat aber auch Veranstaltungen für die Großen im Angebot. Buden mit Weihnachtsgeschenkideen und typische Adventsleckereien wie Schmalzgebäck oder gebrannte Nüsse dürfen natürlich auch nicht fehlen.

Allende-Platz (Rotherbaum), 19.11.–22.12., Mo–So ab 12 Uhr, 2G-Regelung

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Kulturprogramm und Adventsleckereien im Grindelviertel / ©Christgrindelmarkt

Fleetweihnachtsmarkt

Die Fleetinsel zwischen Elbe und Alster ist ohnehin einer der schönsten Plätze der Hamburger Innenstadt. In der Vorweihnachtszeit wird sie zum Zufluchtsort fernab von Shoppingstress und Straßenlärm. Die ruhige Geschlossenheit des umbauten Platzes und seine Lage am Wasser lassen auf diesem kleinen Weihnachtsmarkt eine ganz besondere Stimmung aufkommen. Während es drüben am Jungfernstieg trubelig zugeht, kehrt auf der Fleetinsel echte Besinnlichkeit ein. Neben den üblichen Heißgetränken bieten ausgewählte Stände Handgemachtes und Besonderes, während ein Kinderkarussell die kleinen Besucher glücklich macht.

Fleetinsel, Michaelisbrücke 1 (Neustadt), 22.11.–23.12., Mo–So 12–21 Uhr, 2G-Regelung

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Echte Besinnlichkeit auf der Fleetinsel / ©Fleetweihnachtsmarkt

Historischer Weihnachtsmarkt am Rathausmarkt

Die Marktarchitektur des Winterwunderlands am Rathaus hat niemand Geringeres als Roncalli-Zirkusdirektor Bernhard Paul entworfen. In den detailverliebten kleinen Gassen gibt es besondere kulinarische Spezialitäten, markteigenen Glühwein vom preisgekrönten Winzer aus der Pfalz und jede Menge Kunsthandwerk zu entdecken. Dazwischen können Besucher Raritäten aus der Roncalli-Antiquitätensammlung bestaunen: eine historische Jahrmarktsorgel, Verkaufswagen der Jahrhundertwende, ein Wiener Caféhaus im Jugendstil oder ein Oldtimerkarussell aus den Zwanzigern zum Beispiel.

Rathausmarkt (Altstadt), 22.11.–23.12., Mo–So 13–21 Uhr, 2G-Regelung

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Winterwunderland am Hamburger Rathaus / ©Unsplash

Niendorfer Weihnachtsmarkt

Am Tibarg wird’s hyggelig: Holzhütten und echte skandinavische Riesen-Tipis verteilen sich rings um den großen Weihnachtsbaum in der Fußgängerzone vorm Tibarg Center. Passend zum nordischen Motto gibt’s finnische Dampfnudeln, dänische Lakritzspezialitäten und köstlichen Schwedenpunsch – der wärmt von innen, während etliche Tonnen Rindenmulch auf dem Boden verhindern, dass die Marktbesucher kalte Füße kriegen. Ein Karussell von 1930 und Tierfiguren im Weihnachtswald machen Kindern Spaß. In der Bastelhütte werden sie außerdem kostenlos von ausgebildeten Erziehern betreut, während Eltern nach Weihnachtsgeschenken stöbern können.

Tibarg (Niendorf), 25.11.–24.12., Mo–So 11–21 Uhr, 2G-Regelung

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Wärmt von innen: der Schwedenpunsch / ©Unsplash

Santa Pauli

Ein Weihnachtsmarkt mit Strip-Zelt und Pornokaraoke – so was gibt’s nur auf St. Pauli. Mitten auf der Reeperbahn verschmelzen Weihnachtstradition und Kiezkultur zu einem wilden Fest mit verruchtem Touch. Kuschligstes Plätzchen: das Winterdeck auf der Bühne vorm Operettenhaus. Hier können Besucher Glühwein und die traditionellen Apfelpunschsorten „Bordsteinschwalbe“ und „Nussknacker“ am Kaminfeuer genießen. Um eigene Glühwein-Kreationen zu mixen, geht’s in die Glühweinapotheke. Zimt, Nelke, Sternanis und Co tröpfeln hier nach Wunschdosis mit der Pipette in den Wein.

Spielbudenplatz (St. Pauli), 15.11.–23.12., Mo–Mi 16–23, Do 16–24, Fr–Sa 13–1, So 13–23 Uhr, 2G-Regelung

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Auf dem Spielbudenplatz geht zur Adventszeit die Post ab / ©Santa Pauli

 

Wandsbeker Winterzauber

Schlittschuhe einpacken! Die große Eisfläche ist das Highlight des Wandsbeker Winterzaubers und hat eine beeindruckend lange Geschichte: Das erste Mal wurde sie hier am Wandsbeker Marktplatz bereits 1881 errichtet. Am 6. Dezember lässt sich traditionell der Nikolaus auf dem Eis blicken und beschenkt große und kleine Schlittschuhläufer. Wer lieber zuguckt, hat bei einem Punsch auf der Panoramaterrasse der Eisbar den besten Blick auf Eisfläche und Winterdorf. Rustikale Gemütlichkeit und bayrisches Flair versprüht die große Almhütte mit Kaminfeuer.

Wandsbeker Marktplatz (Wandsbek), 5.11.–2.1., Mo–So 12–22 Uhr, 2G-Regelung

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Die große Eisfläche gilt als Highlight auf dem Weihnachtsmarkt in Wandsbek / ©Unsplash

Weihnachtsmarkt Apostelkirche

Die wunderschöne Kulisse der erleuchteten Apostelkirche verleiht dem kleinen Eimsbütteler Weihnachtsmarkt eine andächtige Stimmung. Hier geht es etwas ruhiger und intimer zu, als drüben auf dem Osterstraßenmarkt. Am überdachten Lagerfeuer können Besucher sich die Hände wärmen, den besonders leckeren und hochwertigen Winzer-Glühwein verkosten und dabei dem Live-Musik-Programm lauschen. Die Kids dürfen sich im großen Spielbereich austoben, Weihnachtskekse backen und Geschenke basteln.

Vor der Apostelkirche (Eimsbüttel), 18.11.–22.12., Mo–Mi 14.30–21, Do–Fr 14.30–22, Sa 12–22, So 12–20 Uhr, 2G-Regelung

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An der Apostelkirche wird es im November schön muckelig / ©Unsplash

Weihnachtsmarkt St. Petri

Ein Waldspaziergang an der Mönckebergstraße? Ab November ist das wieder möglich. 250 echte Tannen bilden hier einen Märchenwald, der allen Generationen Spaß macht. Auf der Entdeckungsreise begegnen Besucher einem übergroßen Elch, dem tanzenden Weihnachtsmann, einem Fünfmeter-Nussknacker und liebevoll gestalteten Märchen-Szenen in kleinen Holzhütten. Nach der Besichtigung lässt es sich prima durch das Angebot an hochwertigem Spielzeug und Weihnachtsdekoration stöbern – mit Poffertjes in der einen und Heißgetränk in der anderen Hand.

Rund um die Petrikirche (Altstadt), 22.11.–23.12., Mo–So 10.30–21 Uhr, 2G-Regelung

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Die Hamburger Innenstadt setzt auf das Erlebnis / ©Unsplash/Ilona Frey

Winter Pride

Feierabend-Glühwein, aber ohne die typische Last-Christmas-Berieselung, bitte? Auf nach St. Georg! Statt Weihnachtsmusik gibt’s beim Winter Pride nämlich Sets bekannter DJs aus der LGTBQ+-Szene auf die Ohren. Am Wochenende sorgt außerdem das bunte Bühnenprogramm für gute Unterhaltung. Gute Gespräche hingegen lassen sich jedes Jahr mit Vereinen und Initiativen aus der queeren Community führen, die sich vorstellen, Spenden sammeln und für Fragen und Austausch bereitstehen. Für private Gruppen stehen Holzhütten zur Miete bereit. Bei literweise Glühwein im Kocher, Lebkuchen, Spekulatius, Rum und Amaretto wird das Zuprosten so richtig gemütlich. Cheers – auf die Vielfalt!

Lange Reihe/Ecke Kirchenallee (St. Georg), 22.11.–30.12., Mo–So 12–22 Uhr, 2G-Regelung

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Partystimmung auf der Winterpride in St. Georg / ©AHOI Events