Heute Abend ist viel los im Parlament: Zum alljährlichen Senatsbock-Anstich kommen nicht nur zahlreiche Brauerinnen und Brauer zusammen, sondern auch trinkwütige Hamburgerinnen und Hamburger. Das Event ist seit Wochen ausgebucht – eine gute Nachricht für Parlament-Geschäftsführer Constantin Urmersbacher. Dennoch musste der Gastronom kürzlich Insolvenz anmelden.
Anfang der Woche wurde beim Hamburger Amtsgericht Insolvenz für das traditionsreiche Lokal eingereicht. Drohende Zahlungsunfähigkeit aufgrund von ausbleibenden Gästen sowie höhere Kosten, die auch durch die Senkung der Mehrwertsteuer nicht ausgegleichen werden könnten, haben Urmersbacher zu dem Schritt genötigt. Die Gehälter der 46 Beschäftigten würden bis Ende März über das Insolvenzgeld vorfinanziert, heißt es.
Traditionsreiches Lokal
Das traditionsreiche Restaurant im Keller des Rathauses besteht seit 1896, damals noch unter dem Namen Ratsweinkeller. Einst soll sogar Otto von Bismarck hier auf eine Flasche Champagner eingekehrt sein. Ein umfangreicher Umbau erfolgte 2006 durch die Sprinkenhof AG und die Umbenennung in Parlament lockte auch in den vergangenen Jahrzehnten zahlreiche Gäste in das Kellerrestaurant. 2013 übernahm Urmersbacher die Leitung des Restaurants und serviert hier norddeutsche Küche, etwa Räucheraalfilet, Roastbeef oder Labskaus. Sein Vater Holger Urmersbach betrieb vor ihm 16 Jahre lang das Restaurant.
In zwei Wochen findet die nächste Großveranstaltung im Parlament statt: Am 12. Februar heißt es Helau und Alaaf, wenn im Keller des Rathauses rheinische Weiberfastnacht gefeiert wird.

Adresse
Öffnungszeiten
17 - 23 Uhr
17 - 23 Uhr
17 - 23 Uhr