Top-Liste

Hier gibt's den besten Kaffee in Hamburg

Dieser Duft. Dieses Aroma. Und wie herrlich das dampft. Hamburg mit seinen Speichern am Hafen war immer schon auf zack, wenn es um Kaffee ging. Hier wird geröstet, was die Säcke hergeben. Unsere Top-Liste verrät euch die besten Adressen der Hansestadt für frischen, aromatischen Kaffee.

Sortierung nicht nach Platzierung, zuletzt aktualisiert Januar 2021

Becking Kaffee

Bahrenfelder Kaffee seit 1928

Die Kaffeerösterei in Bahrenfeld hat Tradition: Seit über 90 Jahren, genauer gesagt seit 1928, werden hier feinste Bohnen schonend geröstet, sorgfältig gemahlen und als aromatischer Kaffee behutsam verpackt. Im schönen Kontorhaus in der Leverkusenstraße kann man den Röstmeistern sogar direkt bei der Arbeit zuschauen. Die normalerweise regelmäßig stattfindenden Seminare und Espressoschulungen der Rösterei pausieren zwar aktuell, weiterhin möglich ist aber das Probieren vor Ort. Neben Kaffeespezialitäten wie Cappuccino oder Latte macchiato warten im angrenzenden Café auch Kuchen, Croissants, Brezeln und belegte Brötchen auf durstige und hungrige Gäste. Unter der Woche bieten die Kaffeeexperten außerdem einen leckeren Mittagstisch mit wechselnden Angeboten wie Suppen und verschiedene Desserts. Und auch einen hauseigenen Laden gibt’s: Hier kann man ein abwechslungsreiches Angebot an Gewürzen, Schokoladen, Keksen, Nüssen und Ölen aus inhabergeführten Manufakturen durchstöbern.

Leverkusenstraße 31 (Bahrenfeld), 22761 Hamburg; becking-kaffee.de

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Seit 1928 werden bei Becking hochwertige Bohnen zu Kaffee geröstet / ©Becking Kaffeemanufaktur

Copenhagen Coffee Lab

Dänische Kaffeekunst

Schon der Name verrät: Hier ist nichts dem Zu­fall überlassen. Man kennt sich aus mit Kaffee und dem schicken Drumherum. In den mittlerweile zwei Hamburger Standorten des Kopenhagener Unternehmens gibt’s nämlich nicht nur sorgfältig zubereitete Cappuccinos, Flat Whites und Espres­sos. In der Backwarenauslage warten außerdem frisches dänisches Gebäck und belegte Sandwiches sowie selbst gebackenes Brot aus der hauseigenen Bäckerei in Stellingen. Die Cafés selber bestechen mit ihrem hippen skandinavischen Design sowie hyggeliger Gemütlichkeit, die den Dänemark-­Urlaub nach Hamburg holt: Der Kaffee stammt aus der eigenen Rösterei in Kopenhagen, die Kar­damomknoten und Zimtschnecken könnte man auch hinter der Grenze nicht besser bekommen. Fehlen eigentlich nur noch die Hot Dogs und das Softeis.

Kleiner Schäferkamp 58 (Eimsbüttel), 20357 Hamburg, Eppendorfer Landstraße 4 (Eppendorf), 20249 Hamburg; copenhagencoffeelab.com

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Copenhagen Coffee Lab: frisches Gebäck und Kaffee aus der eigenen Rösterei / ©Copenhagen Coffee Lab

Die Rösterei

Nur vom Feinsten!

Circa 40 verschiedene Kaffeesorten gibt es in der Rösterei in der Steinstraße. Alles erklärte Lieblingskaffees des Teams um Ulrich Marsau. Seit 1998 wird hier der direkte Kontakt zu den Plantagen in den Herkunftsländern gepflegt und auf transparenten und fairen Anbau sowie Nachhaltigkeit geachtet. Geröstet werden die sorgfältig ausgesuchten Bohnen täglich frisch in einem Trommelröster aus den 50er Jahren, bevorzugt „single origins“ und Farmkaffees sind dabei. Jeden Tag wandern so diverse Packungen schonend gerösteten und frisch gemahlenen Kaffees über die Theke des kleinen Shops in der Altstadt. Wer sich von der hervorragenden Arbeit der Röstmeister direkt vor Ort überzeugen möchte, der kann zwischen verschiedenen Spezialitäten wie Cappuccino und Latte macchiato wählen. Daneben gibt’s auch weitere kleine Süßigkeiten, Kuchen und frisch aufgebackene Croissants zu verkosten. Auch ein Kaffee-Abo, bei dem jeden Monat immer wieder andere frisch geröstete Bohnen aus der ganzen Welt verschickt werden, hat die Rösterei im Angebot.

Steinstraße 19a (Altstadt), 20095 Hamburg; die-roesterei.com

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Die Rösterei bietet aromatische Bohnen für köstliche Kaffee-Spezialitäten / ©Unsplash/Matt Hoffman

 

Elbgold

Frischer geht's nicht

Im Herzen der Sternschanze, genauer gesagt in den sanierten Schanzenhöfen, werden bei Elbgold feinste Arabica-Bohnen veredelt. Immer wieder strömt im Szeneviertel frischer, aromatischer Röstgeruch durch die Straßen, wenn hier bei niedriger Temperatur und mit viel Geduld sowie Erfahrung geröstet wird. Die Kaffeebohnen beziehen die Hamburger Kaffeeexperten direkt, fair und nachhaltig von den Produzenten aus zum Beispiel Äthiopien, Costa Rica oder Guatemala. Ergebnis sind verschiedene Filterkaffeesorten wie Light Roast Single Origins und auch Espresso für Siebträgermaschinen, Herdkocher oder Vollautomaten. Bei Elbgold ist für jede Zubereitungsart und jeden Geschmack etwas dabei. Wer sich so schnell nicht entscheiden mag, kann den Kaffee auch direkt im angrenzenden Café im Industrial-Chic probieren. Genauso wie in den drei anderen Café-Standorten in der Innenstadt, Winterhude oder Eppendorf geht das auch in der Lagerstraße ganz entspannt und lecker bei hausgemachtem Törtchen, Franzbrötchen oder belegten Bagels. Der Betrieb ist aktuell ein wenig reduziert, Kaffee- und Kuchenfans werden hier aber trotzdem weiterhin fündig.

Lagerstraße 34c (Sternschanze), 20357 Hamburg; elbgoldshop.com

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Elbgold: frisch gerösteter Kaffee direkt aus der Sternschanze / ©Elbgold

Teikei Café

Kaffee auf solidarisch

Bei einem Besuch im Teikei Café kann das schlechte Gewissen definitiv zu Hause bleiben, denn für einen der leckeren Cappuccinos oder Flat Whites im kleinen Laden in der Marktstraße werden garantiert weder Kaffeebauern noch Natur ausgebeutet. Teikei bedeutet auf japanisch Zusammenarbeit. Und die wird hier auch gelebt. Als hundertprozentige Non-Profit-Organisation versucht das Unternehmen solidarische Landwirtschaft in globalen Dimensionen zu leben. Die Bohnen kommen direkt von Kleinbauern in Mexiko, die dort biodynamische Landwirtschaft betreiben, und werden umweltfreundlich mit einem Segelschiff über den Atlantik nach Deutschland transportiert. Die Röstung erfolgt anschließend in Seevetal bei den Dockland Coffeeroasters. Die namentliche Nennung der einzelnen Bauern im Café macht es deutlich: Hier weiß man, woher der Kaffee stammt. Neben dem politisch mehr als korrekten Koffeinkick gibt’s im Teikei Café außerdem belegte Stullen und verschiedene Kuchen, die von Betreiber Aaron selber gebacken werden – mit saisonalem Obst vom Buschberghof bei Hamburg, versteht sich. Wer den Teikei-Kaffee zuhause genießen möchte, kann durch ein Abo von Ernteanteilen sogar selbst Teil der Community werden.

Marktstraße 25 (St. Pauli), 20357 Hamburg; teikeicoffee.org

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Solidarischer Kaffee und hausgemachte Speisen im Teikei Café / ©Teikei Café

 

 

The Roastery by Hanseatic Coffee Company

Hier geht's um die Bohne

Im Herzen von Bahrenfeld wird jeden Tag schonend und langsam frischer Spitzenkaffee geröstet: The Roastery der Hanseatic Coffee Company hat sich dabei auf hochwertige und sortenreine Kaffees spezialisiert. Die Bohnen stammen von kleinen Familienplantagen in Südamerika, Afrika oder Indonesien und sind immer fair und nachhaltig gehandelt. Neben der Rösterei befinden sich im „Quartier Bahrenfeld“ auch die Büro-Base und ein Café. Hier gibt’s täglich wechselnde Snacks, frische Waffeln, Pasteis de Nata und hausgebackenen Kuchen. Auch selbstgekochte Lunch-Gerichte stehen jeden Tag wieder auf der Karte, neu sind außerdem die belegten Brötchen ab 8 Uhr. Und damit nicht genug: Für die eigene Kaffeezubereitung können die verschiedenen vor Ort gerösteten Sorten sowie jede Menge Zubehör im dazugehörigen Shop erworben werden. Für weitere Informationen über Röstverfahren, Zubereitung und Herkunftsländer eignen sich die beliebten Seminare von Röstmeister Nik, der allerdings aufgrund der Corona-Beschränkungen erst einmal eine Pause einlegen musste.

Wichmannstraße 4 (Bahrenfeld), 22607 Hamburg; the-roastery.com, hanseatic-coffee.com

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Spitzenkaffee aus Bahrenfeld: The Roastery by Hanseatic Coffee Company / ©The Roastery

Public Coffee Roasters

Kaffee für alle Sinne

Das Unternehmen aus Hamburg hat sich auf „Third Wave“-Kaffee spezialisiert. Das heißt: Hier geht es um die Kaffeezubereitung als Handwerk und um hochwertige Qualität. Bei der Verarbeitung steht das Herauskitzeln unterschiedlicher Geschmacksnuancen im Fokus. Die charakterstarken Bohnen werden daher frisch, schonend und individuell geröstet. Lieferanten sind verschiedene Kleinimporteure, die im direkten Kontakt mit Kleinfarmern in den Ursprungsländern wie Brasilien, Guatemala oder Äthiopien stehen. Die Roasters wollen, dass die Kunst der Kaffeezubereitung für jeden zugänglich ist und die Herstellung ihrer Produkte sowie Dienstleistungen transparent – dafür steht die Integration des Begriffs „Public“ im Namen. Öffentlich sind auch die mittlerweile drei Cafés der Hamburger Rösterei, in denen der besondere Kaffee als Cappuccino, Flat White und Co genossen werden kann. Im hübschen Laden in der Neustadt wartet außerdem köstlicher Cheesecake auf die Gäste, in Winterhude locken frische Avocadostullen.

Wexstraße 28 (Neustadt), 20355 Hamburg, Brandstwiete 23 (Altstadt), 20457 Hamburg, Goldbekplatz 1 (Winterhude), 22303 Hamburg; publiccoffeeroasters.com

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“Third Wave”-Kaffee aus Hamburg bieten die Public Coffee Roasters / ©Public Coffee Roasters

Kaffee Brewda

Ein Paradies für Kaffeenerds

Für die Kaffeeexperten aus der Speicherstadt ist Kaffee mehr als nur der flüssige Koffeinkick am Morgen. Sie wollen ihr vielfältiges Wissen über das braune Gold umfassend weitergeben. In ihren Seminaren geht es dabei um alternative Brühmethoden wie Chemex oder Aeropress, aber auch um das perfekte berühmte Herz im Cappuccino – eben um alles rund um das Thema Kaffee. Die Kurse wie „Ein ganzer Tag Kaffee“ oder das „Heimröster & Sensorik Seminar“ eignen sich auch perfekt als Geschenk für Verwandte und Freunde. Das Brewda-Team rund um Röstmeister Erik Brockholz bietet aber nicht nur die informativen, lehrreichen und unterhaltsamen Kurse, sondern hat auch verschiedene eigene Kaffee- und Espressosorten sowie das richtige Zubehör für die Zubereitung im Programm. Das Ganze gibt’s auf Anfrage auch direkt ins eigene Büro. Erik ist zweifacher deutscher Vizeröstmeister und Goldmedaillengewinner der Röstergilde – hier weiß man also sogar mit Auszeichnung, wie guter Kaffee geht.

Auf dem Sande 1 (HafenCity), 20457 Hamburg; kaffeebrewda.com

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Seminare, Zubehör und natürlich ganz viel Kaffee bei Kaffee Brewda in der HafenCity / ©Kaffee Brewda

Torrefaktum

Hamburger Kaffee ohne schlechtes Gewissen

Neben dem Mutterschiff der biozertifizierten Kaffeerösterei in Ottensen und dem ZEIT Café in der Altstadt betreibt Torrefaktum auch einen Laden im Herzen von Eppendorf. Auf kleinem Raum wartet hier eine große Auswahl an hochwertigen Kaffeespezialitäten der Hamburger Röstexperten. Im Außenbereich vor der Tür des Cafés lässt sich beim Verkosten dieser ganz hervorragend das bunte Treiben auf den beliebten Straßen des Viertels wie am Lehmweg oder Eppendorfer Baum beobachten. Die Rösterei bezieht ihre Bohnen direkt bei den Kaffeebauern und setzt auf jahrelange Partner in den Herkunftsländern. Auch bei der Verpackung wird auf Nachhaltigkeit geachtet: Es kommen ausschließlich kompostierbare Materialen zum Einsatz. Daher kann man ganz ohne schlechtes Gewissen nach dem Besuch einfach ein paar Packungen des leckeren Kaffees mit nach Hause nehmen. Die gibt’s im Eppendorfer Standort nämlich auch, genauso wie verschiedenes Gebäck sowie selbst gemachtes Granola aus der hauseigenen Backstube. Torrefaktum bietet übrigens auch verschiedene spannende Kaffeeseminare wie Barista- oder Brewing-Kurse, die aktuell auf Anfrage gebucht werden können.

Eppendorfer Weg 283 (Eppendorf), 20251 Hamburg; torrefaktum.de

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Im ZEIT Café gibt es frischen Kaffee von der Rösterei Torrefaktum / ©Gulliver Theis

 

Mount Hagen

Kaffee für Fortgeschrittene

Die Rösterei Wertform mit Sitz in Wilhelmsburg hat sich auf beste Biokaffees spezialisiert. Fast alle davon wurden zu Fairtrade-Bedingungen produziert sowie gehandelt. Das Unternehmen der Biopioniere hat sich den direkten und respektvollen Kontakt mit den Kaffeebauern und Kooperativen in den Ursprungsländern auf die Fahnen geschrieben: Hier zählen langfristige Beziehungen, Verständnis und Vertrauen. Ein Ergebnis davon ist der würzige Mount-Hagen-Kaffee. Dieser ist bio, fair gehandelt und ziemlich lecker. Egal ob Arabica oder Espresso, ob aus Peru, Papua-Neuguinea oder Äthiopien, die Mount-Hagen-Produkte kommen alle in schicken, schwarzen Verpackungen daher. Neben dem verantwortungsbewussten Umgang mit den Kaffeeproduzenten vor Ort geht es auch bei der Behandlung der Bohnen sehr behutsam zu. Diese werden langsam und schonend im Trommelröster veredelt. So können sich die komplexen Aromen des Kaffees vollständig entwickeln – und das schmeckt man. Die Produkte von Wertform können über den hauseigenen Onlineshop bestellt werden – und auch in einigen Drogeriemärkten sind die Packungen mit dem Paradiesvogel im Logo zu erspähen.

Cafeastraße 1 (Wilhelmsburg), 21107 Hamburg; wertform.de, mounthagen.de

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In der Rösterei Wertform entsteht der aromatische Mount-Hagen-Kaffee / ©Unsplash/Blake Richard Verdoorn