An der Elbmeile wird es in diesem Dezember besonders gemütlich – und ziemlich genussvoll. Beim neuen Glühwein-Hopping wird der Spaziergang zwischen U-Boot-Museum am Fischmarkt und dem Hafenmuseum Övelgönne zur kleinen Genussreise. Statt einfach nur die maritime Kulisse abzulaufen, ziehen Besucherinnen und Besucher von Location zu Location, kosten unterschiedliche Glühweinvarianten und sammeln Stempel auf ihrer Karte.
Glühwein, Elbluft und Lichterglanz
Das Prinzip ist so simpel wie charmant: Die Stempelkarte für vier Glühweine gibt es für 14 Euro. Sie ist nur an den teilnehmenden Locations erhältlich. An jeder Station wartet eine andere Interpretation des Klassikers. Dazu gibt’s reichlich Elbluft, Lichterglanz und die Chance, neue Lieblingsplätze und neue Menschen kennenzulernen. „Wir möchten Gemeinschaft fördern, die lokale Gastronomie stärken und den Charme der winterlichen Elbmeile auf besondere Weise erlebbar machen“, erklärt Boie Baumann, seit Frühjahr Quartiersmanager der Elbmeile.
Mit dabei sind bekannte Gastronomien, die die Vielfalt an der Elbe beweisen: Von norddeutscher Coolness im Überquell – nur einen Katzensprung von der offiziellen Elbmeile entfernt und auf dem Weg von oder zu der Haltestelle Landungsbrücken perfekt gelegen – über typische Hamburger Küche im urigen Eier Carl bis zu Fischbrötchenklassikern bei Lütt & Lecker. Dazu kommen die Tapas-Bar Tapas & Mehr im Stilwerk, die Ginn Bar im achten Stock mit freiem Elbblick und der legendäre Hafenbahnhof.

Stempel sammeln, genießen und gewinnen
Wer alle Stempel gesammelt hat, darf sich am Ende über eine kleine Überraschung freuen. Und mit ein bisschen Glück gibt’s auch was zu gewinnen: Wer ein Foto vom Glühwein-Hopping auf dem Instagram-Kanal der Elbmeile mit #elbmeile postet, nimmt automatisch am Gewinnspiel teil. „Gehüpft“ wird an den ersten drei Dezember-Wochenenden, jeweils von Freitag bis Sonntag ab 15 Uhr. Für alle, die Glühwein mögen, die Elbe lieben oder einfach mal eine neue Art von Winterspaziergang suchen: Das Glühwein-Hopping könnte ein neues Winter-Ritual werden. Becher in die Hand – und los.

Drei Fragen an Quartiersmanager Boie Baumann
Boie Baumann, Sie sind seit Frühjahr 2025 Quartiersmanager der Elbmeile. Was hat Sie an dieser Aufgabe besonders angesprochen?
Mich hat sofort die besondere Atmosphäre beeindruckt. Die Elbmeile hat eine Mischung, wie man sie selten findet: Wasserlage, historische Substanz, eine kreative Szene, eines der größten Design-Distrikte Hamburgs und hochwertige Gastronomie – und vor allem Menschen mit vielen guten Ideen. Das ist kein geplantes Konzept, sondern ein gewachsener Stadtraum, der viel Identität mitbringt. Genau das macht ihn so spannend: Hier entsteht Stadt aus Begegnung, nicht aus Blaupausen.
Was sind aus Ihrer Sicht die größten Chancen – aber auch Herausforderungen – für dieses Quartier?
Die Chance liegt darin, dass viele Akteure Lust haben, sich einzubringen. Schon in den ersten Wochen war spürbar, wie groß das Interesse an Austausch, gemeinsamer Gestaltung und neuen Impulsen ist. Gleichzeitig verändert sich das Konsumverhalten, viele Orte kämpfen mit sinkender Frequenz. Das heißt: Es reicht nicht mehr, Räume einfach nur zu verwalten. Wir müssen aktiv Erlebnisse schaffen – im öffentlichen Raum, durch kreative Nutzung, durch echte Begegnung.
Was möchten Sie in den kommenden Monaten konkret anstoßen?
Wir arbeiten daran, die Potenziale der Elbmeile sichtbarer zu machen – und Räume für gemeinsames Handeln zu schaffen. Das kann ein neu gestalteter Straßenabschnitt mit mehr Aufenthaltsqualität sein, Pop-up-Aktionen wie das Glühwein-Hopping mit lokalen Akteuren oder kreative Nutzungen von Leerstand – immer mit dem Ziel, mehr Leben ins Viertel zu bringen. Entscheidend ist für mich: Quartiersmanagement heißt nicht, alles selbst zu machen, sondern Menschen zu verbinden, Ideen aufzugreifen und ins Laufen zu bringen. Wenn das gelingt, kann aus vielen einzelnen Impulsen eine echte Bewegung werden. Und genau das ist mein Ziel.