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Als läge Övelgönne am Mittelmeer: In einem Kapitänshaus, in dem seit Generationen Gastronomen ihre Gäste bewirten, hat Niklas Koehle mit seiner Partnerin ein Restaurant eröffnet, das sich der mediterranen Küche Mallorcas verschrieben hat. Wer den Gastraum des Illeta Mallorquí betritt, den erfüllen Licht, Wärme, Leichtigkeit. Fliesen im Terrakotta-Stil, weiße Wände, schlichtes Mobiliar vermitteln: alles easy, genieß deine Zeit bei uns. Unser Abend beginnt mit einem Glas des kräftigen Insel-Rotweins 12 Volts (0,2 l 9 Euro) – saftig, dunkel, so entspannt wie er uns macht. Die Karte erscheint übersichtlich, erfordert aber unsere Bitte um eine kurze Erklärung. Und siehe da: Alle Gerichte werden als große Tapas-Portionen serviert. Sharing is caring ist hier keine Floskel, sondern Konzept. Na, dann mal los: Wir steigen mit gegrillter roter Paprika ein, die mit Pinienkernen verfeinert auf einem simpel mit Zitrone, Olivenöl und Salz angemachten Wildkräutersalat (11 Euro) gebettet gereicht wird. Herrlich süß, nussig, frisch, so schmeckt der Sommer. Der Pulpo a la Gallega mit Pimientos de Padrón (21 Euro) besteht ebenfalls die Probe aufs Exempel – butterzart, mit feinem Rauch vom Grill, die grünen Mini-Paprika fein gesalzen. Die in Kräutern marinierten Sardinen an Salsa verde (11 Euro) bringen noch mehr Meer auf den Tisch: saftig, salzig, mit kräuteriger Tiefe und einem Hauch Zitrus. Wir lassen uns die Teller entspannt nacheinander servieren, aber das ist jedem Gast selbst überlassen. Eine Leckerei schaffen wir noch: Gebackene Artischocken (18 Euro) sind mit Rauchmandel, Honig und konfiertem Konti geschmacklich angenehm austariert. Nach Küchenschluss kommt der Chef zum Schnack an den Tresen und schenkt uns Wein nach. Spätestens jetzt steht für uns fest: Hier geht es nicht um Effekte, sondern um Gefühl. Mallorca, kurz vor Sonnenuntergang. In Övelgönne.