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Wir haben Lust auf Lunch. Und sind in Eimsbüttel unterwegs. Der kurze Online-Check lockt uns ins Samos an der trubeligen Osterstraße. Angeblich Küche ab 12. Leider eine falsche Info, wie der Wirt einräumt. Der Webmaster sei schuld. Wir drehen noch mal eine Runde um den Block, bis 13 Uhr. Wieder da, steht das frisch gezapfte Jever (0,3 l 4,30 Euro) nebst warmem Brot schnell vor uns. Der Service ist heute Single und bringt die laminierte Mittagskarte. Die daraus als Vorspeise georderte und amtlich bepreiste Rote Bete (8,90 Euro) ist allerdings eine Enttäuschung. Muffig. Kein Öl, kein Essig rauszuschmecken. Kein Spiel mit Süße und Säure. Pfeffer und Salz? Fehlanzeige. Wir würzen ordentlich nach. Hoffentlich kein kulinarisches Omen fürs Hauptgericht, schließlich haben wir hier ums Eck lange gewohnt und uns früher regelmäßig an der stabil vorzüglichen Küche erfreut. Zügig kommt die bestellte Kombi aus Gyros und Hähnchen (14,90 Euro) auf den Tisch. Der Spieß mit dem vernünftig gegarten Federvieh ist allerdings eher ein Spießchen. Gerade mal drei Stückchen vom Filet stecken drauf. Ok, ist Mittagstisch, aber das wirkt schon ein wenig knauserig. Das Gyros passt geschmacklich, ist allerdings etwas dröge und manche Tranche gar verkohlt und zäh. Schade. Dazu gibt’s tomatigen Reis und ein Schälchen sehr mildes Tsatsiki. Macht wenigstens satt. Als wir das Samos mit seiner eigentlich tollen Lage an der grad mal wieder von Bauarbeiten gepeinigten Osterstraße mit ihren unzähligen Gastronomien verlassen, hoffen wir, einfach einen schlechten Tag erwischt zu haben. Wir geben unserem einstigen Lieblings-Griechen ganz sicher noch mal eine Chance. Dann allerdings sicher abends.


