Noch knapp sechs Wochen, dann wird Hamburgs wichtigster Gastropreis verliehen. Ohne Jurorinnen und Juroren nicht möglich. Expertinnen und Experten der Branche, darunter Kochbuchautor Stevan Paul, foodlab-Gründerin Christin Siegemund und Food-Sylistin Elli Neubert entscheiden auch dieses Jahr wieder, wer das Zeug zum Restaurant des Jahres und zum besten Newcomer hat. Und diesmal sitzt ein neues Gesicht mit am Tisch, wenn diskutiert und argumentiert wird: Nóra Hórvath, ehemalige Restaurantbetreiberin, Köchin mit Herzblut und Aktivistin.
„Ich kenn mich gut in der Branche aus, hab ein großes Netzwerk und bin sehr erfahren, was Gastro und Küche angeht. Ich freue mich auf die neue Aufgabe“, so Hórvath. Die studierte Kulturwissenschaftlerin hat im Urlaub die Anfrage erhalten und direkt zugesagt. Mit Elli Neubert ist sie bereits vernetzt, aber auch auf den Austausch mit den anderen Jurorinnen und Juroren freut sie sich. Erst 2025 ist Christian Rach neues Jurymitglied geworden. Nóra Hórvath nimmt den Platz von Food-Journalistin Denise Wachter ein, die dieses Jahr aufgrund eines längeren Auslandsaufenthalts zeitlich verhindert ist.
Die kulinarische Geschichte muss schlüssig sein!“
Nóra Hórvath
Hórvath wird sich vordergründig auf die Newcomer konzentrieren: „Ein Restaurant kenne ich bereits. Dazu habe ich sehr kontroverse Stimmen gehört, aber das, was ich dort erlebt habe, ist sehr besonders und spannend.“ Wer genau das ist, wird in den kommenden Wochen preisgegeben. Aber: „Es ist legitim, dass sie nominiert sind“, verrät Hórvath. Ihr ist das Gesamtpaket wichtig, nicht allein das Essen. „Es muss nicht alles perfekt sein, aber authentisch“, erklärt sie. Wie viel ist handgemacht? Woher beziehen die Gastronominnen und Gastronomen ihre Produkte? Wie werden einzelne Gerichte umgesetzt? Hórvath ist Profi, hat selbst ihre Ausbildung auf dem Guts Wulksfelde absolviert, anschließend in Sterneküchen und mit Sterneköchen zusammengearbeitet. „Die kulinarische Geschichte muss schlüssig sein!“