„X-Berg Boom“ heißt die aktuelle Monatspizza von Pizzanatics – und auch in den Schanzenhöfen boomt es. Der junge Pizzalieferant am Fleischgroßmarkt erlebt gerade einen ordentlichen Hype. Erst vor rund einem halben Jahr gestartet, macht der Lieferdienst, der sich Premium-Pizza in Restaurantqualität auf die Fahne geschrieben hat, in Hamburg die Runde: auch Spitzenköche und Influencer springen mit Collab-Pizzen mit auf. Hinter dem Konzept stehen die Hamburger Gründer Filip Lejic und Emre Eren. „Unsere Lieferpizza kann ganz klar Restaurant-Pizzen schlagen“, sagt Lejic. Der Teig basiert auf einem Sauerteigansatz, ruht und fermentiert ganze 72 Stunden, wird von Hand geformt und mit hochwertigen Zutaten wie Fior di Latte und Wurstspezialitäten aus Italien belegt. „Alles ist selfmade und für eine Lieferpizza ein sehr hoher Standard – und unsere Preise sind sehr fair“, so der Gründer.
Neuer Pizzalieferant in der Schanze boomt – Hamburgs Gastro macht mit
Die 28-jährigen Gründer kennen sich seit über 15 Jahren, spielten damals im selben Fußballverein. Nun führen die beiden zusammen ein junges Unternehmen, das auf großen Anklang trifft. Eröffnet hat Pizzanatics Anfang August – und wurde vom eigenen Erfolg überrascht. „Am Anfang war so viel los, dass wir die Systeme bei den Lieferdiensten zeitweise ausstellen mussten, weil wir nicht mehr hinterher kamen“, erinnert sich Lejic. Heute arbeitet ein rund 40-köpfiges Team für das Unternehmen, inklusive eigener Konditorin für hausgemachte Desserts. Emre Eren kommt ursprünglich aus dem Einzelhandel, Filip Lejic hat die Lieferdienstbranche vom Aushilfsjob bis Betriebsleiter durchgespielt. Bei Missionpizza absolvierte er ein duales Studium und agierte sowohl als Küchenchef als auch im Personalwesen. „Ich habe dort viel gelernt, aber ich hatte einen anderen Anspruch an mich selbst“, sagt Lejic. „Ich wollte etwas Eigenes – mit der klaren Vision, es noch besser zu machen.“

Neben festen Klassikern setzt Pizzanatics stark auf saisonale Specials und „Collab-Pizzen“: Monatspizzen kreiert gemeinsam mit Spitzenköchen, Gastronomen oder Kreativen aus der Szene. Die Zusammenarbeit mit Influencer Andy Ziegler brachte den Stein ins Rollen, seit dem springen weitere Bekannte aus der Gastro mit auf den Erfolgszug. Aktuell steht die „X-Berg Boom“ auf der Karte – entwickelt mit Spitzenkoch Philipp Vogel: Schmand-Basis, Fior di Latte, Entenbratwurst, Frühlingslauch, Koriander, Hoisin-Sauce, Crispy Chili Oil und das namensgebende Gewürz aus Vogels Berliner Gourmetrestaurant Orania.Berlin.
Diese Kooperationen sind für uns eine riesige Ehre – und eine echte Starthilfe
Filip Lejic, Mitgründer von Pizzanatics
Im Januar folgt die nächste Kollaboration: „Truffle Tale“ von Soßengott Jens Rittmeyer – mit cremiger Trüffelbasis, ofengegartem Sellerie, Radicchio-Zwiebel-Marmelade, Taleggio, Birne, schwarzer Knoblauchcreme, Haselnüssen und frischem Trüffel. „Wir tauschen unser Sortiment ständig aus, aber hier geht nichts raus, was wir selbst nicht feiern“, so Lejic. Auch die Klinker-Bar ist im nächsten Jahr mit einer frittierten Pizza am Start: die „Tan Tan Pizza Fritta alla Klinker“ mit spicy Rinderhack, Schmand, Sesam, Jalapeños, hausgemachter Sriracha, Spinat und Petersilie. Bis Juli nächsten Jahres sind die Slots für Kooperationen bereits voll, unter anderem mit Sansi Bar und Aki Kaviar. „Diese Kooperationen sind für uns eine riesige Ehre – und eine echte Starthilfe.“

Pizzanatics: Naschitüten und Zukunftspläne
Dass bei Pizzanatics vieles durchdacht ist, zeigt sich auch abseits der Pizza. Das Branding zieht sich konsequent durch von Pizzakarton bis zur Mütze, zu jeder Bestellung gibt es außerdem eine kleine „Naschitüte“. Die versteckte Lage an der Lagerstraße sei allerdings nicht optimal, es fehle an Sichtbarkeit. Eine besser zugängliche Fläche inklusive Gastraum würde den Erfolg krönen, ob und wann weitere Standorte in Hamburg folgen, bleibt offen. „Das ist noch Zukunftsmusik“, sagt Lejic. „Momentan liegt der Fokus klar auf dem Store, den wir gerade haben. Wir wollen nichts überstürzen. Wer weiß, was noch kommt – wir stehen ja noch ganz am Anfang.“