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Insolvenz

TamTam vor dem Aus

Das ging schnell: Der Food-Court TamTam im Hamburger Hanseviertel ist vorerst geschlossen. Betreiber Tim Plasse hat für die Gesellschaft einen Insolvenzantrag gestellt, ein vorläufiges Verfahren wurde bereits eröffnet. Wie es mit der rund 2000 Quadratmeter großen Gastronomiefläche weitergeht, ist noch unklar

7. Juli 2026 von Ilona Lütje

Kein TamTam: Der Foudcourt im Hanseviertel hat geschlossen /©Jonas Albrecht
Kein TamTam: Der Foudcourt im Hanseviertel hat geschlossen /©Jonas Albrecht

Das TamTam im Hanseviertel ist vorerst geschlossen. Betreiber Tim Plasse hat nach eigenen Angaben einen Insolvenzantrag für die Gesellschaft gestellt. Inzwischen wurde ein vorläufiges Insolvenzverfahren eröffnet. „Erst mal machen wir bis Monatsende Betriebsferien“, sagt Plasse im Gespräch mit dem Genuss-Guide. Eine endgültige Entscheidung über die Zukunft des Food-Courts sei damit noch nicht gefallen: „Noch ist offen, wie es weitergeht. Es gibt viele Möglichkeiten.“

Unterschiedliche Interessen

Als Grund für die wirtschaftliche Schieflage nennt Plasse die unterschiedlichen Vorstellungen zwischen Betreiber und Immobilieneigentümer. Dieser habe entschieden, nicht weiter in die Fläche zu investieren. Plasse habe bis zuletzt versucht, eine Einigung zu erreichen und den Betrieb fortzuführen. Ohne eine gemeinsame Lösung sei ihm jedoch keine andere Wahl geblieben, als die Gesellschaft in die Insolvenz zu führen.

Die Entwicklung kommt nur wenige Monate nach dem überraschenden Neustart. Das frühere Le Big TamTam wurde September 2025 geschlossen. Bereits im Oktober übernahm Tim Plasse die Fläche im Hanseviertel und führte sie unter dem verkürzten Namen TamTam weiter. Zwischen dem Aus des Vorgängers und dem neuen Anlauf lagen damit nur wenige Wochen. Engagiert und leidenschaftlich blickte Plasse damals in die Zukunft und wollte den Food-Court neu erfinden: Auf rund 2000 Quadratmetern sollten verschiedene Küchen, eine zentrale Bar und regelmäßige Veranstaltungen unterschiedliche Zielgruppen ins Hanseviertel bringen. 

Im Oktober blickte Tim Plasse optimistisch nach vorn, nun musste er das TamTam schließen /©Jonas Albrecht
Im Oktober blickte Tim Plasse optimistisch nach vorn, nun musste er das TamTam schließen /©Jonas Albrecht

Am grundsätzlichen Ansatz hält er trotz der Insolvenz fest. „Nach wie vor glaube ich, dass das Konzept richtig und gut ist“, sagt Plasse. Die vergangenen Monate hätten gezeigt, dass moderne Gastronomie nicht allein über Speisen und Getränke funktioniere. „Gastronomie ist heute mehr als Essen und Trinken. Das haben auch Events wie Bingo Gringo oder das Popquiz gezeigt.“

„Gastronomie braucht bessere Rahmenbedingungen“

Trotzdem gehe eine solche Entwicklung nicht spurlos an einem Betreiber vorbei. „Natürlich fragt man sich dann immer: Was hätte man anders machen müssen, können oder sollen.“ Große Gastronomieflächen in Innenstadtlagen seien mit hohen Kosten und komplexen Abhängigkeiten verbunden. „Klar ist: Gastronomie hat eine besondere Rolle, aber auch besondere Herausforderungen“, sagt Plasse. Entscheidend sei, dass Betreiber, Eigentümer und weitere Beteiligte gemeinsam an einem Ziel arbeiteten. „Wenn dann nicht alle dieselben Interessen haben, wird es schwierig. Gastronomie braucht bessere Rahmenbedingungen.“

Ob Plasse der Hamburger Gastronomie erhalten bleibt, lässt er zunächst offen. Einen vollständigen Rückzug aus dem Norden plant er offenbar nicht: „Es gibt ein paar spannende Projekte im Norden. Mal sehen, was daraus wird.“ Für das TamTam beginnt nun zunächst das vorläufige Insolvenzverfahren. Ob der Food-Court nach den angekündigten Betriebsferien wieder öffnet, mit neuen Partnern fortgeführt wird oder endgültig schließt, soll sich in den kommenden Wochen entscheiden.

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Adresse

TamTam
Große Bleichen 30/36
Neustadt
20354 Hamburg

Öffnungszeiten

Mo:
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Di:
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Mi:
Vorübergehend geschlossen
Do:
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Fr:
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Sa:
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So:
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Portrait von Ilona Luetje

Ilona Lütje liebt Hamburgs Gastro und gutes Essen, gern asiatisch und möglichst oft portugiesisch. Wenn sie nicht gerade isst und genießt, trifft man sie auf Festivals in ganz Europa und tanzend vor Konzertbühnen, denn ihr Herz schlägt für Musik mindestens genauso schnell wie für die Gastro.