Top-Liste

Die besten Außengastronomien an Alster und Elbe

Ein ausgiebiges Abendessen, Lunch mit Freunden oder Kaffee und Kuchen zum Nachmittag: In Hamburg darf die Gastronomie ab Pfingsten wieder ihren Außenbereich öffnen. Besonders schön sind die direkt am Wasser. Ob auf einem schwimmenden Ponton, der großzügigen Panorama-Terrasse oder mit Sand unter den Füßen – in Hamburg gibt es viele Terrassen mit Blick auf Elbe oder Alster. Wo man unbedingt draußen schlemmen sollte, haben wir in dieser Top-Liste festgehalten.

Sortierung alphabetisch und nicht nach Platzierung, Mai 2021

Am Kai

Seafoodhimmel an der Elbe

Was passiert, wenn ein italienisch-französisches Geschwisterpaar mit Hang zur asiatischen Kochkunst ein Restaurant führt? Im Falle des Am Kai entsteht ein Stückchen Seafoodhimmel. Den finden Fisch- und Meeresfrüchte-Jünger hier direkt an der Elbe auf einer Panaroma-Terrasse mit circa 80 Sitzplätzen. Der heilige Gral: Die Bouillabaisse, die im Le-Creuset-Bräter zum Teilen serviert wird. Die Spezialität des Hauses mit Kabeljau, Wildgarnele und Muscheln der Saison steht seit 20 Jahren auf der Karte und bleibt zu Recht ein Dauerbrenner. Neben mediterranen Klassikern bietet das Menü internationale Einflüsse mit großem Herz für Asien. Tuna Tatar mit Teryaki, Limette, Yuzu Sesam und gebackenen Reischips zum Bespiel.

Große Elbstraße 145c (Altona-Altstadt), 22767 Hamburg; amkai.hamburg

Fisch und Meeresfrüchte an der Elbe bei Am Kai / ©David Strüning

Carls Brasserie

Mit Blick auf die Elbphilharmonie

Frische Austern, Boeuf Bourguignon, Entenleberparfait mit Haselnuss und Crème Brûlée – hier werden frankophile Seelen glücklich. Schließt man die Augen, wähnt man sich in südfranzösischen Gefilden, denn auch die Seeluft gibt’s in Carls Brasserie dazu. Öffnet man sie wieder, ist die Realität aber mindestens genauso schön und Hamburg nicht mehr zu leugnen, denn die windgeschützte Terrasse und die Elbphilharmonie trennen bloß 50 Meter. Carls Weinauswahl ist spannend und divers: Von Produkten junger Nachwuchs-Winzer bis zum klassischen Tropfen renommierter Hersteller gibt es viel zu entdecken.

Am Kaiserkai 69 (HafenCity), 20457 Hamburg; carls-brasserie.de

CARLS Brasserie befindet sich direkt an der Elbphilharmonie mit Blick auf den Hafen / ©CARLS/Stefan Malzkorn

La Vela

Italienische Küche trifft hanseatisches Flair

“La Vela” heißt übersetzt “das Segel”. Passt gut, denn ein bisschen Segelboot-Gefühl gibt‘s auf der weitläufigen Terrasse des italienischen Restaurants am Wasser mit aufs Haus. Die Olivenkerne könnten man von hier aus nämlich problemlos in die Elbe spucken. Bis zu 100 Gäste finden Platz und auf den Teller kommt klassische italienische Küche at it’s best. Butter und Sahne kommen dem Küchenchef nicht in den Topf. Nur feinstes Olivenöl nach echt italienischem Ehrenkodex. Die Speisekarte wechselt alle sechs Wochen und passt sich dem saisonalen Angebot an. Heraus kommen super frische Gerichte mit bester Weinbegleitung. Die über 150 guten Tropfen importiert das La Vela selbst und beweist dabei guten Geschmack.

Große Elbstraße 27 (Altona Altstadt), 22767 Hamburg; la-vela.de

Mit Elbblick: La Vela / ©La Vela

Restaurant Siebens

Internationale Küche am Fischmarkt

Für die Location gibt’s schon einmal zehn Punkte. Direkt am kopfsteingepflasterten Fischmarkt neben dem legendären Eier Carl, bei dem die Matrosen schon vor hundert Jahren ihren Eiergrog tranken, liegt das Restaurant Siebens. Hier stehen 30 Außensitzplätze bereit, um den Hamburger Sommer zu genießen. Direkt am Tor zur Welt wird eine Tapas-Auswahl aus aller Herren Länder aufgetischt: Argentinische Empanadas, türkische Köfte, israelisches Shakshuka oder japanischer Horenso-Salat – es wird bunt auf den Tellern. Die dürfen sich Gäste übrigens auch to go mit auf die andere Staßenseite nehmen. Das Siebens hat dort im Zuge der Corona-Pandemie weitere 16 Quadratmeter Sonderfläche genehmigt bekommen und zusätzliche Sitzmöglichkeiten bereitgestellt.

Fischmarkt 5 (Altona Altstadt), 22767 Hamburg; siebensamfischmarkt.de

Das Siebens am Fischmarkt überzeugt mit internationalen Tapas / ©David Strüning

Ristorante Portonovo

Stammitaliener an der Alster

Bevor ein Brand das Portonovo zur Renovierung zwang, konnte man sich auf der großen Terrasse an der Alster wie an der Adria fühlen. Der kulinarische Fokus liegt hier nämlich auf Spezialitäten aus ebenjener Region um Portonovo. In den zwölf Jahren seit Eröffnung mauserte sich das Restaurant außerdem zum Stammitaliener einiger Hamburger Stars und Sternchen. Auf dem Boden geblieben ist die klassische Cucina Italiana trotzdem und feiert etwa Mitte Juni 2021 Neueröffnung mit bewährtem Konzept: eine übersichtliche Karte, frische, regionale Zutaten und italienische Herzlichkeit.

Alsterufer 2 (Rotherbaum), 20354 Hamburg; ristorante-portonovo.de

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Italienische Herzlichkeit an der Alster / ©Ristorante Portonovo

Rive – Fish & Faible

Frischer Fisch an der Elbe

Bis zu 70 Gäste kann das Rive auf seiner Außenterrasse am Wasser empfangen. Bis Ceviche, Gambas, Miesmuscheln und Austern serviert werden, dürfen sie den vorbeifahrenden Schiffen zuprosten und der Elphi winken. Danach gibt’s feinstes Seafood auf handwerklich beeindruckendem Niveau. Dass hier nur täglich frisch gekaufte Zutaten verwendet werden, schmeckt man. Die kommen überwiegend aus nachhaltigem Fang und zertifizierten Aquakulturen, davon vieles aus der Region und in Bio-Qualität in den Topf. Wer Schwiegereltern-Besuch in Hamburg ausführen und beeindrucken will, liegt mit dem Rive in jedem Fall richtig.

Van-der-Smissen-Straße 1 (Altona-Altstadt), 22767 Hamburg; rive.de

Feinstes Seafood im Rive Fish & Faible / ©David Strüning

Saliba

Den Alsterschwänen nah

Lässt man den Blick über die Balustrade schweifen, bleibt er direkt am Rathaus hängen. Dazwischen liegt die Binnenalster. Der Soundtrack: schnatternde Alsterschwäne. Eine Etage tiefer auf dem Bootsanleger können Gäste mit Hamburgs gefiederten Wahrzeichen sogar auf Augenhöhe essen. Auch der Blick auf den Tisch ist spektakulär: Das Saliba in der Altstadt ist bekannt für seine Karawane der Köstlichkeiten. Das bunte Mazza-Mosaik, das die Kellner vor den Augen ihrer Gäste zusammenbauen, möchte man kaum mit Gabeln zerstören. Es nicht zu tun, wäre aber das viel größere Verbrechen. Nach syrischer Manier werden Humus, Falafel, Tabouleh und Co. geteilt und gemeinsam gedippt und gespießt.

Neuer Wall 13 (Altstadt), 20354 Hamburg; saliba.de

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Saliba: Mit Blick auf die Binnenalster / ©Unsplash/Niklas Ohlrogge

Strand Pauli

Urlaubsfeeling auf St. Pauli

Immer wieder schön: Wenn die Temperaturen in die Höhe steigen, geht nichts über einen Besuch im Strand Pauli. Den ersten Lockdown hat das Küchenteam genutzt, um an der Karte zu feilen. Ein Highlight: Der vegane Burger nach eigener Rezeptur. Das Patty besteht hauptsächlich aus Zwiebeln, Pilzen, roter Bete und Kichererbsenmehl und bekam im Sommer 2020 viel Applaus von fleischfreien Gästen. Besser als die gehypte Beyond-Meat-Variante sei der, ließ das Personal sich rückmelden. Außerdem gibt’s bunte Bowls, Steinofenpizza und natürlich jede Menge gute Drinks – wie es sich für einen Beachclub eben gehört.

St. Pauli Hafenstraße 89 (St. Pauli), 20359 Hamburg; strandpauli.de

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Beach-Feeling im StrandPauli / ©StrandPauli

Strandperle

Der Klassiker am Elbstrand

Schon Anfang des 20. Jahrhunderts, als die Strandperle noch Altonaer Milchhalle hieß, bekamen Hamburger hier ihre sommerliche Abkühlung. Bis heute ist die Strandperle der Klassiker am Elbstrand. Hier dürfen sich auch alteingesessene Hamburger wie Touristen fühlen – mit Sand zwischen den Zehen, Matjesbrötchen auf dem Teller und Hafenpanorama vor der Nase. Nach Fischbrötchen und Kartoffelsalat gibt’s Apfelkuchen aus dem alten Land oder Franzbrötchen. Stilecht an- und abreisen funktioniert natürlich am besten mit der HVV Fähre 62 bis zum Anleger Museumshafen Oevelgönne, Neumühlen.

Övelgönne 60 (Othmarschen), 22605 Hamburg; strandperle-hamburg.de

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Strandperle: Urlaubsfeeling inklusive / ©Johanna Zobel

VLET Kitchen and Bar

Norddeutsche Küche auf einem Schwimmponton

Wieso am Wasser sitzen, wenn man praktisch auf dem Wasser Platz nehmen kann? Im Vlet Kitchen and Bar können bis zu 45 Gäste auf dem Schwimmponton unter den Alsterarkaden frühstücken, lunchen und dinieren. Wem das noch nicht genug Hamburg ist, kann sich die Stadt hier auch buchstäblich auf der Zunge zergehen lassen. Im Abschnitt “Typisch Hamburch” hält die Speisekarte norddeutsche Klassiker von Pannfisch bis Labskaus bereit. Zur Auswahl stehen aber auch allerlei andere Leckereien mit einem Großteil an regionalen Zutaten. Ob Fisch, Fleisch vegetarisch oder vegan – hier wird wirklich jeder fündig.

Jungfernstieg 7 (Altstadt), 20354 Hamburg; vlet-jungfernstieg.de

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Direkt an der Alster: Vlet Kitchen and Bar / ©VLET Gastronomie GmbH