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Man muss das Delta Bistro gezielt aufsuchen – zufällig landet hier niemand. Das Restaurant liegt auf dem ehemaligen Schlachthofgelände der Hansestadt, im selben Gebäude wie der Abholmarkt von Delta – gut erreichbar über den U- und S-Bahnhof Sternschanze, aber dennoch etwas versteckt. Hat man den Gastraum im oberen Stock erst einmal gefunden, steht man plötzlich mitten im geselligen Treiben. Das Interieur wirkt dabei wie eine Zeitreise in die 1990er-Jahre. Die Gäste kommen wegen des Fleisches – und davon gibt es hier reichlich. Kaum haben wir bestellt, steht ein Korb mit Vollkorn- und Weißbrot auf dem Tisch, dazu eine mit Bärlauch abgeschmeckte Creme. Als Vorspeise wähle ich das Thunfisch-Tatar (19 Euro), angemacht mit Koriander, Sesam und Sojasoße. Obenauf liegt ein Brotchip mit Avocadocreme, den ich zum sämigen Tatar esse. Geschmacklich gut ausbalanciert und ein gelungener Einstieg. Als Hauptgericht entscheiden wir uns beide für das Rib-Eye-Steak – meine Begleitung in der 250-Gramm-Variante (41,50 Euro), ich in der 400-Gramm-Variante (54 Euro). Im Delta kommen alle Hauptgerichte ohne Beilagen – und so bestellen wir uns zusammen drei Beilagen, die in weißen Schalen gereicht werden. Alle acht zur Auswahl stehenden Beilagen kosten jeweils 6 Euro. Wir wählen Bratkartoffeln mit Speck und Zwiebeln, gemischte Pilze und Speckbohnen. Die Portionen sind großzügig, eine weitere Beilage wäre zu viel gewesen. Fleisch und Beilagen sind mehr als solide und machen satt. Der Service arbeitet schnell und aufmerksam. Der Humor des Obers wirkt allerdings zunehmend aus der Zeit gefallen. Aber wer Fleisch liebt und Sinn für gastronomische Nostalgie hat, ist im Delta Bistro genau richtig. /

