Kerstin Rose vom Kandie Shop

„Der Support unserer Gäste ist ausschlaggebend“

Der Kandie Shop auf St. Pauli versorgt seine Kunden auch zu Corona-Zeiten mit leckerem Kaffee, hausgemachten Kuchen und herzhaften Snacks. Wir haben mit Inhaberin Kerstin Rose über das To-go-Geschäft, den Support der Stammgäste und andere Aktionen gesprochen

Das bunte Café in der Wohlwillstraße ist nicht nur eine beliebte Anlaufstelle für köstliche Leckereien. Der Kandie Shop versteht sich auch als Teil der Kiez-Community, die gemeinsam versucht, die Pandemie zu überstehen. So gibt es zum Beispiel seit November 2020 den Yes We Kandie e.V., einen Verein für Nachbarschaftskultur, der seine Veranstaltungen aufgrund des Lockdowns aktuell zwar ruhen lässt, in der Vergangenheit aber bereits einige Aktionen auf die Beine stellen konnte.

Kerstin, wie geht es dem Kandie Shop?
Uns geht es in der aktuellen Situation den Umständen entsprechend gut. Wir konnten unser Angebot relativ einfach auf ein To-go-Geschäft umstellen.

Lohnt sich euer To-go-Geschäft?
Am Ende lohnt es sich für uns tatsächlich, geöffnet zu bleiben. Es sind natürlich nicht die gleichen Umsätze wie vorher, unser Kandie Van ist seit einem Jahr nicht mehr unterwegs gewesen. Aber es ist so viel, dass es für uns ausreicht, um durchzukommen. Außerdem hatten wir sehr viel Glück. Unterstützungs-Aktionen wie das Kehrwiederpaket oder Kunst fürs Klo haben uns über den Winter geholfen. Und der Support unserer (Stamm-) Gäste ist natürlich ausschlaggebend. Von Anfang an unterstützen sie uns, indem sie uns weiter besuchen und uns gefühlt noch mehr zur Seite stehen. Es besteht eine große Solidarität.

Bereitet ihr euch auf ein Ende des Lockdowns vor?
Sobald der Lockdown vorbei ist, können wir endlich wieder unsere Außenfläche bestuhlen und dementsprechend auch unser Angebot wieder vergrößern, egal ob Lunch oder Waffeln. Dafür müssen wir die Genehmigung haben, dass wir die Parkflächen wieder bespielen dürfen, um die Ausfälle wieder reinzubekommen. Das ist noch nicht abschließend von der Stadt bestätigt. Falls das nicht gestattet wird, werden wir auf jeden Fall zusammen mit den anderen Gastronomien laut werden. Ich hoffe aber, dass es dazu gar nicht erst kommen muss.

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Interview: Beke Detlefsen verbringt ihre Freizeit als waschechter Foodie nicht selten in schnuckeligen Cafés und Restaurants. Gern bei Pizza, Sushi oder Pho – am liebsten aber bei einem ausgedehnten Schlemmer-Frühstück.