Etwas versteckt ist sie schon, die neue Tagesbar Awara. Über die Mönckebergstraße, ins Levantehaus und dort bis ans letzte Ende, wo lange Zeit das Café Levante beheimatet war. Hier haben Sonja und Tarun Rana gemeinsam mit Jung Vir Singh, der auch das Prego nur wenige Meter entfernt führt, ein neues Projekt gestartet. Unter dem Namen Awara wollen die Gastronomen moderne indische Küche mit internationalen Einflüssen sowie eine Bandbreite an alkoholischen, alkoholfreien, kalten und warmen Getränken anbieten. Mit der Tagesbar gehen die Ranas erstmals weg von der klassischen indischen Küche.
Rebel Child
„Im Authentikka sind wir sehr authentisch, wir kochen traditionell indisch, ohne Experimente. Hier im Awara haben wir unseren Playground“, verrät Sonja Rana. Während ihr Mann Tarun Rana in Winterhude, in der Schanze und in der Innenstadt auf Gerichte aus ganz Indien setzt und diese klassisch zubereitet, wollen sie in ihrer neuesten Gastronomie etwas rebellischer, etwas experimentierfreudiger werden. Daher nennen sie das Awara auch das Rebel Child der Authentikka-Familie. Die Küche sowie die gesamte Fläche sind wesentlich kleiner als die bestehenden Restaurants. Zudem ist das Awara nur wenige Gehminuten vom Authentikka Mitte entfernt, daher kam nicht infrage, ein viertes Authentikka zu eröffnen. Stattdessen gibt es internationale Fusion-Küche – jedoch immer mit der indischen Küche im Hintergrund. So gibt es etwa Tandoori-Chicken mit Pasta oder einen indisch gewürzten Hummus mit Paneer-Bhatura.
Im Fokus des neuen Awara stehen jedoch nicht die Gerichte, sondern vielmehr die Drinks. Das gibt schon die Karte her: Speisen finden auf einer Seite Platz, Getränke auf vier! Neben Klassikern, Kaffee und Kaltgetränken hat sich das Barteam besondere Longdrinks und Cocktails ausgedacht. Der Kardamom Espresso Martini etwa, oder ein Cocktail mit dem Namen Root Boy, der Rum mit Gingerbeer und Zitronengras vereint. Ob in der Mittagspause, zum Feierabend oder an freien Tagen: Das neue Awara soll im Gastraum, in der Passage und mit rund 60 Plätzen direkt auf der Mönckebergstraße eine neue Top-Adresse in der Innenstadt werden.
India meets the World
An die Location, nur wenige Gehminuten vom Hauptbahnhof entfernt, sind sie über den Vermieter gekommen: „Es ist derselbe wie im Authentikka Mitte“, verrät Sonja Rana, „er hat uns gefragt und wir haben zugesagt.“ Für den Anfang setzen die Betreiber auf Gäste in der Mittagspause und zum Kaffee und Kuchen. Zudem soll das Awara auch als Eventlocation gemietet werden können. Und: „Im Café Levante kam das Frühstück wohl sehr gut an. Das haben wir erstmal nicht vor, aber mal schauen, wie die Nachfrage ist.“
Für den Gastraum selbst hat sich das Authentikka-Team ein Designbüro zur Hilfe geholt, das aus dem ehemaligen Café ein stylisches Lokal mit imposanter Bar samt Glasbausteinen, Farb- und Texturmix sowie aufgearbeiteten Möbeln gezaubert hat. „India meets the World“, erklärt Rana das Konzept und blickt sich sichtlich begeistert im Awara um, dass am 10. Juli nach etwas Verzögerung endlich eröffnen soll.