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Dehoga

Die Stimme der Gastro

Jens Stacklies ist seit Jahrzehnten eine feste Größe in Hamburgs Gastro. Nicht nur die Gröninger Privatbrauerei und die Fischauktionshalle werden von ihm geleitet, er ist auch seit Jahrzehnten ein wichtiges Mitglied des Dehoga und steht dort für die gesamte Gastro-Branche ein 

9. Februar 2026 von Alice von der Laden

Jens Stacklies betreibt diverse Gastronomien und ist ein wichtiger Akteur der Branche  / ©Michaela Kuhn
Jens Stacklies betreibt diverse Gastronomien und ist ein wichtiger Akteur der Branche  / ©Michaela Kuhn

Als im vergangenen Jahr die Mehrwertsteuer für die Gastronomie nicht wie ursprünglich geplant im Sommer gesenkt wurde, ging ein lautes Stöhnen durch die Gastro-Branche. Die zwölf Prozent Steuerersparnis bedeuteten für viele Gastronominnen und Gastronomen eine wichtige Entlastung. Der deutsche Hotel- und Gaststättenverband, kurz Dehoga, hat sich die folgenden Monate für die Senkung stark gemacht – und war schließlich an der Entscheidung des Bundesrat und Bundestag maßgeblich beteiligt. Immer mit dabei: Jens Stacklies, Vizerpäsident des Dehoga Hamburg und Vollblutgastronom und seine Hamburger Kolleginnen und Kollegen.

Seit über 30 Jahren für die Branche

Stacklies ist seit über 30 Jahren fester Bestandteil der Hamburger Gastronomieszene. Angefangen hat alles mit dem Kauf der Gröninger Privatbrauerei. Es folgten die Altonaer Fischauktionshalle im Jahr 2005 sowie die Eröffnung von den „Schönes Leben“-Restaurants in der Speicherstadt, in der Deichstraße (mittlerweile geschlossen) und in Neuendeich. Über 240 Mitarbeitende gehören zu seinem Team. Schon mit dem ersten Schritt in die Selbstständigkeit mit dem Kauf der Brauerei in den 90er-Jahren war für Stacklies klar, dass er Teil des Dehoga wird: „Ich bin nicht der klassische Vereinsmensch“, so der 63-Jährige, „aber es gibt einfach Dinge, wo wir unsere Stimme erheben müssen, und das geht am besten in einem Verein. Hier bündeln wir die Kräfte, platzieren die Wünsche und Forderungen und es wird effektiv. Der Dehoga ist das beste Instrument für unsere Branche.“

Jedes Bundesland agiert über einen eigenen Verband, hinzu kommt der Bundesverband in Berlin. Der Dehoga besteht seit 1949 und ist ein wichtiger Ort für Gastronominnen und Gastronomen, um sich auszutauschen, zu vernetzen und um bei Problemen Hilfe zu finden. So gibt es beispielsweise Fachgruppen für Systemgastronomie, Bars, Kiezkneipen, Kantinenbetreiber oder Caterer, die alle genau auf die besonderen Ansprüche der Betreibenden abgestimmt sind. Stacklies ist sich sicher: „Unterm Strich sind alle unter dem Dach des Verbandes ultimativ aufgehoben. Sie haben immer die Power des Verbandes im Rücken!“

Die Senkung war wichtig, um die Branche in ihrer Vielfalt zu erhalten.“

Diese Branche wird durch die Ende Dezember beschlossene Senkung der Mehrwertsteuer entlastet. „Wir würden gerne die Preise senken, aber das wird nicht die Erwartungen eines Verbrauchers treffen“, betont Stacklies ehrlich. Die eingesparte Steuer werden größtenteils direkt vom gestiegenen Mindestlohn sowie höhere Strom- und Lieferantenkosten gefressen. Geld, das an die Gäste weitergegeben werden kann, bleibt kaum. Dennoch: „Die Senkung war wichtig, um die Branche in ihrer Vielfalt zu erhalten!“ Denn diese Branche, so Stacklies, biete noch immer die schönsten Berufe. Der Vater von zwei Söhnen lobt vor allem die große Bandbreite, die die Gastronomie mit sich bringt. „Ihnen liegt die Welt zu Füßen!“

Jens Stacklies, Tanya Kumst, Mathias Forkel (Geschäftsführung SZENE HAMBURG) und Felix Stacklies bei der Genuss-Michel-Gala 2025 / ©Jan-Rasmus Lippels
Jens Stacklies, Tanya Kumst, Mathias Forkel (Geschäftsführung SZENE HAMBURG) und Felix Stacklies bei der Genuss-Michel-Gala 2025 / ©Jan-Rasmus Lippels

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Von einfacher Currywurst bis detailverliebtes Sushi, Alice von der Laden liebt die kulinarische Auswahl Hamburgs. Wenn sie sich nicht gerade durch die Gastro-Perlen der Stadt schlemmt, trinkt sie Astra in ihrer Stammkneipe.