Eigentlich sollte es schon vor Weihnachten losgehen, doch die Umbauarbeiten verzögerten sich – jetzt steht der Starttermin: Am 29. Januar eröffnet das „Alex am Rothenbaum“ im Multimedacenter an der Rothenbaumchaussee. „Wir freuen uns sehr, nun endlich aufmachen zu können“, sagt Bernd Riegger, Geschäftsführer der Mitchells & Butlers Germany GmbH (MABG), die die Alex-Gruppe betreibt. Und der Ort passt in seinen Augen ziemlich gut zum Konzept: „Rotherbaum und Harvestehude sind lebendige, urbane Viertel mit hoher Aufenthaltsqualität – genau der richtige Ort für unser Ganztageskonzept.“
1,7 Millionen Euro investiert
Für Alex ist die Eröffnung auch ein kleines Hamburg-Comeback: Nach dem Aus im Alsterpavillon im Oktober 2025 ist die Marke wieder mit zwei Betrieben in der Stadt vertreten – neben dem neuen Haus gibt es seit 2019 das Alex Überseebrücke an den Landungsbrücken. Riegger sieht darin zwei Hamburg-Perspektiven: „An der Überseebrücke genießen unsere Gäste maritimes Flair mit Blick auf den Hafen, an der Rothenbaumchaussee quirliges, urbanes Leben in unmittelbarer Nähe zum berühmten Tennisstadion.“ Zwei Adressen, zwei Stimmungen – und der Wunsch, die Stadt „vielfältig“ abzubilden.

Am neuen Standort im von Sir Norman Foster entworfenen Multimedia Centre Rotherbaum hat das Alex die Fläche des früheren Bolero übernommen. Innen sollen auf rund 260 Quadratmetern etwa 180 Gäste Platz finden, draußen kommen rund 150 Terrassenplätze dazu. Beim Umbau des früheren Bolero wurde auch die Fensterfront komplett erneuert: Nun lassen sich die deckenhohen Elemente aufschieben – mehr Licht, mehr Offenheit, mehr Verbindung zwischen drinnen und draußen. Insgesamt investiert MABG nach eigenen Angaben rund 1,7 Millionen Euro in den 42. Alex-Standort Deutschlands.
Ganztageskonzept vom Frühstück bis zum Absacker
Gestalterisch setzt das Haus auf ein neues Konzept: Hamburg ist nach München und Dresden erst die dritte Stadt, in der Alex zwei Designs parallel zeigt. Während die Überseebrücke mediterran geprägt ist, kommt am Rothenbaum erstmals das „Urban Living“-Interieur zum Einsatz – ein Stil, der mittelfristig in allen Outlets ausgerollt werden soll. Übersetzt heißt das: viel Grün von der Decke, warme Creme-, Grün-, Türkis-, Kupfer- und Senftöne, dazu Artworks und großformatige Tapeten mit Botanik- und Dschungelmotiven. Das klingt nach „gemütlich“ mit Instagram-Kante – und soll vor allem eines erzeugen: ein zweites Wohnzimmergefühl, vom Frühstück bis spätabends.

Inhaltlich bleibt das Alex bei seinem Ganztagesanspruch ohne Ruhetag: morgens Frühstücksbuffet (am Wochenende Brunch), mittags und abends eine breite Karte regionaler und internationaler Gerichte, nachmittags Kaffee und Kuchen und nach dem Abendessen wird das Alex zur Bar. Rund 60 Mitarbeitende gehören zum Team, viele kommen aus dem früheren Alsterpavillon. Betriebsleiter wird Reza Hesse (56), der seit 1998 bei MABG ist und als District Manager North auch das Alex Überseebrücke verantwortet. Sein Anspruch: „Wir sind Gastgeber mit Leib und Seele und einem großen Herzen für Hamburg. Wir möchten ein Ort sein, an dem sich die Menschen aus dem Viertel genauso wohlfühlen wie Besucherinnen und Besucher der Stadt.“ Und weiter: „Ein Platz für jede Tageszeit – offen, herzlich und entspannt.“
Alsterpavillon soll im Frühsommer eröffnen
Während das Alex nun also kurz vor der Eröffnung steht, laufen am Alsterpavillon die Vorbereitungen ebenfalls auf Hochtouren. Die Umbauarbeiten an Hamburgs Sahnestückchen unter den Gastroimmobilien haben im November begonnen. Im Frühsommer wollen die neuen Betreiber Hannes Schröder (Küchenfreunde) und Niklas Nordmann (Ratsherrn Brauerei) das traditionsreiche Gebäude als hanseatische Brasserie neu eröffnen.


