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Gewürze

Vom Großkonzern zurückgekauft

Die Hamburger Firma Ankerkraut gehörte bis vor kurzem noch zum umstrittenen Schweizer Großkonzern Nestlé. Nun geht das Gewürzunternehmen wieder eigene Wege

16. April 2026 von Fred Guiot

Seit Mitte April ist das Hamburger Unternehmen Ankerkraut wieder in Gründerhand / ©Ankerkraut
Seit Mitte April ist das Hamburger Unternehmen Ankerkraut wieder in Gründerhand / ©Ankerkraut

Seitdem das Unternehmen 2013 in Hamburg gegründet wurde, spezialisiert sich Ankerkraut auf Gewürzmischungen – egal ob zum Backen, Kochen oder Grillen. Die kleinen, mit Gewürzen gefüllten Glasbehälter waren schon in den Videos diverser Influencer und in der VOX-Show „Die Höhle der Löwen“ zu sehen.  

2022 wurde Nestlé, das größte Nahrungsmittelunternehmen der Welt, zum Mehrheitseigentümer von Ankerkraut. Einige Influencer kritisierten die Zusammenarbeit und beendeten ihre Partnerschaft mit dem Hamburger Unternehmen, wie der Spiegel berichtet. Nun haben die Gründer der Marke, Anne und Stefan Lemcke, ihre Anteile zurückgekauft. „Mit der Rückkehr in Gründerhand beginnt für Ankerkraut ein neues Kapitel. Ziel ist es, die Marke künftig wieder unabhängig weiterzuentwickeln und dabei besonders an ihre ursprüngliche Identität und die unternehmerischen Wurzeln anzuknüpfen: Leidenschaft für Gewürze, Hands-on-Mentalität und eine enge Verbindung zur Community“, teilt das Unternehmen in einer Pressemitteilung mit. „Ankerkraut ist für uns mehr als ein Unternehmen – es ist unser Lebenswerk. Wir haben in den vergangenen Jahren viel gelernt und bedanken uns für die konstruktive Zusammenarbeit mit Nestlé“, so die beiden Gründer. Für die Mitarbeitenden des Unternehmens ändert sich durch die Übernahme nichts. Das Unternehmen wird weiterhin von Hamburg aus geleitet. Auch die Ankerkraut-Stores in Hamburg und Bochum bleiben geöffnet. Über die finanziellen Details des Deals ist nichts bekannt. 

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Ob Streetfood oder Sternegastronomie: Frédéric (Fred) Guiot kann sich für alles begeistern, was Hamburg kulinarisch zu bieten hat. Besonders die französische und vietnamesische Küche, aber auch die Hamburger Kneipenkultur haben es ihm angetan. In der Küche und im Service durfte Fred bereits viele Facetten der Gastro-Szene kennenlernen. Hier kann er diese Erfahrungen in seine Texte einfließen lassen.