Seit mehr als 20 Jahren produziert das schottische Unternehmen Brewdog Craftbeer. Vier eigene Brauereien und zeitweise über 70 Bars gehörten zum Unternehmen – doch in letzter Zeit lief es für Brewdog wirtschaftlich alles andere als rosig. Nachdem das Unternehmen Insolvenz anmeldete, übernahm das US-amerikanische Unternehmen Tilray Brands Anfang März das Ruder. Mit sofortiger Wirkung wurden 38 Bars in Großbritannien geschlossen. Auch für die Standorte in Deutschland sah es zunächst düster aus. Wie Falstaff berichtete, wurde das deutsche Geschäft nicht mit übernommen. Es läuft ein eigenes Insolvenzverfahren.
Standort an der Reeperbahn bleibt vorerst
In den Tanzenden Türmen prominent gelegen, betreibt Brewdog seine einzige Hamburger Bar. Nachdem zunächst von der Schließung des Betriebs in Hamburg und der anderen deutschen Standorte berichtet wurde, können Hamburger Craftbeer-Fans nun aufatmen: Seit letzter Woche hat die Bar wieder auf. „Die BrewDog Betriebe in Berlin-Mariendorf, Berlin-Mitte und Hamburg werden wieder geöffnet, nachdem das BrewDog-Management die Voraussetzung dafür gemeinsam mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter Philipp Hackländer geschaffen hat“, heißt es in einem Statement des Unternehmens. „Unsere Biere haben wir in der vergangenen Woche sowieso weiter produziert, um die anhaltende Nachfrage aus dem Einzelhandel zu bedienen. Es ist also noch genug Bier für alle da“, erklärt Dominik Tosch, Country Director von Brewdog Deutschland. Derzeit wird nach Investoren gesucht, die die deutschen Standorte übernehmen können.
