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Jule-Fee Poll und Kevin Bürmann

jfk: Fine Dining ohne Attitüde

The Real Hidden F@#k Off Fine Dining Experience – das versprechen Sternekoch Kevin Bürmann und Gastgeberin Jule-Fee Poll in ihrem neuen Restaurant jfk. Die Location dürfte vielen bekannt sein

17. Februar 2026 von Ilona Lütje

Jule-Fee Poll und Kevin Bürmann wagen den Schritt in die Selbstständigkeit und eröffnen das jfk / ©Frank Meyer
Jule-Fee Poll und Kevin Bürmann wagen den Schritt in die Selbstständigkeit und eröffnen das jfk / ©Frank Meyer

Sie sind keine Unbekannten in Hamburgs Gastro-Szene: Jule-Fee Poll und Kevin Bürmann waren in den vergangenen sechs Jahren bereits ein eingespieltes Dream-Team im Restaurant Haebel. Dort hatte Bürmann 2023 den ersten Stern erkocht und bis heute gehalten, Poll leitete den Service ebenso lässig und fröhlich wie professionell. Als sich beide gemeinsam Ende des Jahres aus dem  Haebel verabschiedeten,  war schon fast klar: Hier geht es um mehr als einen einfachen  Gastro-Wechsel. Jetzt steht fest: Es war ein Schritt in die Selbstständigkeit. Aus Jule-Fee und Kevin wird das jfk – in der kommenden Woche eröffnet es in einer vielen bekannten Location – in den legendären Schanzenhöfen.

Wir wollen geile Küche und Spaß dabei

Kevin Bürmann

In der Lagerstraße 34b wird ab Montag ein Kaminzimmer mit rosa gekacheltem Kochtresen zur Bühne für ein spannendes Fünf-Gänge-Menü im Omakase-Style. Bedeutet: Wer sich hier auf die Experience einlässt, begibt sich vertrauensvoll in die Hände von Poll und Bürmann. Auf den Tisch kommt, was der Küchenchef aus besten Zutaten kreiert. So liest sich denn auch das Menü:  Da gibt es Ahle Wurscht | Hefe | Saure Sahne. Oder Skrei | Deichkäse | Petersilie. Mehr wird erst mal gar nicht verraten. „Wir wollen geile Küche und Spaß dabei“, betont Bürmann, der sich darauf freut, seiner Kreativität ohne den Sternedruck freien Lauf lassen zu können. Dass Bürmann, der zu den aktuell besten und angesagtesten Köchen der Stadt gehört,  auch im JFK auf Fine Dining setzt, ist klar. „Ich will noch eine Schippe drauflegen“, verspricht er. „Einfach etwas wilder, ein bisschen mehr Rock’n’Roll auf den Teller.“ Eine kleine Fine-Dining-Revolution also: sehr gute Qualität, starke Produkte, sauberer Fokus – aber ohne dicke Hose. Das jfk soll Lust machen, Freude bringen, zeitgeistig sein. Dazu passt auch die Haltung hinter dem vollmundigen Claim: eine positive „Fuck-off-Mentalität“. Nicht destruktiv, sondern befreiend – weniger Regeln, weniger Posen, mehr Genuss und Lebensfreude. „Wir sind im Detail sehr genau, aber wir definieren Fine Dining nicht über vier verschiedene Sorten Besteck und acht verschiedene Gläser, sondern ausschließlich über die Qualität.“

Großes Vorbild Hangar 7 

Eine große Schippe Rock’n’Roll wird auch beim Konzept draufgelegt. Nach dem Vorbild des Hangar 7 aus Salzburg, das in einem einzigartigen Konzept monatlich wechselnde internationale Spitzenköche an den Herd holt, wollen auch Bürmann und Poll ihre neue Location öffnen. „Es gibt so viele spannende junge Köche auf der Welt und für sie wird es immer schwerer, sich zu präsentieren“, erklärt Poll. „Wir wollen ihnen eine Bühne geben.“ Im jfk können sie sich temporär eigenständig unter der Leitung Bürmanns und Polls präsentieren. Ein Konzept, das also immer in Bewegung sein wird und überraschen will. Angekündigt haben sich bereits namhafte Talente, unter ihnen auch Clara Hunger, die mit der Nullkommaeins Bar im vergangenen Jahr ganz Hamburg begeisterte. Erst mal aber wird getestet, geschraubt, feinjustiert: Am kommenden Freitag steht das erste offizielle Testessen an, bevor am 23. Februar der Startschuss fällt. Neben dem Menü wird es dann auch eine feine Auswahl an À-la-carte-Gerichten und eine runde Weinauswahl geben. Und ganz viel Spaß – im rosa gekachelten Kaminzimmer…

Adresse

jfk
Lagerstraße 34b
Sternschanze
20357 Hamburg

Öffnungszeiten

Mo:
ab 18 Uhr
Di:
ab 18 Uhr
Mi:
ab 18 Uhr
Do:
ab 18 Uhr
Fr:
ab 18 Uhr
Sa:
geschlossen
So:
geschlossen

Portrait von Ilona Luetje

Ilona Lütje liebt Hamburgs Gastro und gutes Essen, gern asiatisch und möglichst oft portugiesisch. Wenn sie nicht gerade isst und genießt, trifft man sie auf Festivals in ganz Europa und tanzend vor Konzertbühnen, denn ihr Herz schlägt für Musik mindestens genauso schnell wie für die Gastro.