Heute eröffnet am Holstenwall der neue Katzentempel Hamburg und damit zugleich der größte Standort der Franchise-Kette in Deutschland. Hinter dem Projekt steht Aaron Kallus (29), der sich mit der Eröffnung einen langjährigen Traum erfüllt. Eigentlich arbeitete Kallus als Chemikant in Ludwigshafen. Die Idee zur Gastronomie entstand überraschend bei einem Kurzurlaub. „Meine Freundin hat mich damals mit einem Besuch im Katzentempel in München überrascht“, erinnert sich der 29-Jährige. Noch vor Ort entdeckte er auf der Speisekarte einen QR-Code für Franchise-Bewerbungen . „Das hat keine zehn Sekunden gedauert, dann war meine Bewerbung draußen“, erzählt Kallus.

Der neue Standort am Holstenwall
Mit aktuell 105 Sitzplätzen ist der neue Standort der größte Katzentempel Deutschlands. Neben dem großzügigen Gastraum verfügt das Café über eine Schleuse im Eingangsbereich. Dort können auf drei Sitzplätze auch Menschen mit Tierhaarallergien oder Gäste, die nur kurz vorbeischauen möchten, essen, ohne direkten Kontakt zu den Katzen zu haben. Kulinarisch erwartet Besuchende das bekannte Katzentempel-Konzept: Die vegane Speisekarte bietet ganztägig Frühstück, Burger, Bowls, Sandwiches, Salate, Desserts sowie hausgemachte Limonaden und Kaffeespezialitäten, geplant sind alkoholische Getränke wie Aperol. Eine Besonderheit wird der Holstenwall-Standort ebenfalls bieten: Er ist der erste bargeldlose Katzentempel Deutschlands. Bezahlt wird ausschließlich mit Karte. Für Kallus stehen dabei vor allem Hygiene, Schnelligkeit und mehr Zeit für die Gäste im Vordergrund.
Auf der Suche nach dem passenden Standort
Gemeinsam mit seiner Freundin Marion Jetter suchte Kallus über mehrere Jahre nach einer passenden Immobilie. Standorte in Mannheim, Konstanz, sogar der Standort in der Hamburger HafenCity und weitere Städte standen zwischenzeitlich zur Diskussion. Mehrfach scheiterten Projekte kurz vor dem Vertragsabschluss. Anfang 2025 ergab sich schließlich die Chance am Holstenwall. Die Immobilie war bereits vom Franchisegeber angemietet worden und Kallus wurde gefragt, ob er den Standort übernehmen möchte. Die Antwort kam direkt: „Sehr gerne.“ Bis zur Eröffnung dauerte es jedoch länger als ursprünglich geplant, unter anderem wegen wetterbedingter Verzögerungen während des Winters, offener vertraglicher Themen sowie mehrerer personeller Wechsel aufseiten der beteiligten Bauunternehmen. „Da waren viele verschiedene Beteiligte im Prozess, was die Umsetzung nicht einfacher gemacht hat“, sagt Kallus. Heute ist er froh über die Entscheidung für Hamburg. Obwohl er zuvor kaum Berührungspunkte mit der Hansestadt hatte, fühlte er sich schnell wohl. „Ich war wirklich sehr positiv überrascht. Die Leute hier sind so nett und so zuvorkommend.“
Unterstützung durch das Franchise
Kallus ist seit dreieinhalb Jahren Teil des Katzentempel-Franchise-Systems und blickt positiv auf die Zusammenarbeit. Gerade bei einem Projekt dieser Größenordnung sei die Unterstützung wichtig gewesen. „Ohne das Franchise hätte ich mich wahrscheinlich nie in dieser Form selbstständig gemacht. Wenn ich Fragen habe oder Ideen einbringen möchte, habe ich immer Ansprechpersonen.“ Die Erfahrungen der Franchise-Kette kommen ihm dabei ebenfalls zugute. Der erste Katzentempel in München besteht bereits seit 13 Jahren. Entsprechend groß ist das Wissen darüber, welche Herausforderungen auftreten können und welche Lösungen sich bewährt haben.

Das Wohl der Katzen steht an erster Stelle
Herzstück des Konzepts bleiben die Katzen. Die jungen Tiere stammen ursprünglich von der Straße in Zypern und wurden durch die Tierschutzorganisation CopCats gerettet. Nachdem ein anderer Katzentempel-Standort schließen musste, konnten die Tiere gemeinsam nach Hamburg umziehen. Damit sich die Katzen wohlfühlen, gibt es klare Vorgaben: Rückzugsräume, erhöhte Catwalks und zahlreiche Liegeflächen ermöglichen es ihnen, jederzeit Abstand vom Trubel zu nehmen. Gleichzeitig werden Mitarbeitende im Umgang mit den Tieren geschult und achten darauf, dass Gäste die Regeln einhalten. „Nicht mit Blitz fotografieren, nicht beim Schlafen stören und nicht hinterherrennen, eigentlich alles Dinge, die selbstverständlich sein sollten“, erklärt Kallus. Unterstützt wird das Team dabei vom Veterinäramt sowie einer Tierarztpraxis in unmittelbarer Nähe.
Ein Ort zum Abschalten
Gemeinsam mit seiner Freundin Jetter und seinem besten Freund Nikola Petrovic, der viele Jahre Erfahrung in der Gastronomie mitbringt, möchte er einen Ort schaffen, an dem Menschen bewusst entschleunigen können.„Für uns ist wichtig, dass die Menschen hierherkommen und den Alltagsstress draußen lassen können“, sagt Aaron. „Man soll einfach gutes Essen genießen, zur Ruhe kommen, und vielleicht sitzt dabei sogar eine Katze neben einem und schnurrt. Das hat etwas unglaublich Beruhigendes.“ Für die kommenden Monate wünscht sich das Team vor allem viele zufriedene Gäste und eine entspannte Atmosphäre.
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