2 Minuten Lesedauer / News

Neustart in Klövensteen

Ex-Le-Canard-Chef übernimmt Waldlokal

Die Pony Waldschänke in Klövensteen startet mit neuem Team rund um Jakob Luis Hielscher und frischem Konzept in die Sommersaison. Was der ehemalige Chef eines Gourmetrestaurants mit dem Waldlokal vor hat

7. Mai 2026 von Alina Fedorova

Mit neuem Team und neuem Konzept startet die Pony Waldschänke in die Sommersaison / ©Marc Sill
Mit neuem Team und neuem Konzept startet die Pony Waldschänke in die Sommersaison / ©Marc Sill

In der Pony Waldschänke in Klövensteen tut sich derzeit viel hinter den Kulissen: mit neuem Team, überarbeiteter Speisekarte und frischem Neuanstrich startet das Waldlokal am 9. Mai in ein neues Kapitel. Auch an der Spitze gibt es einen Neuzugang: Jakob Luis Hielscher, ehemaliger Chef des Le Canard, wechselt vom einstigen Gourmettempel ins Grüne. Statt Fine Dining setzt er künftig auf gutbürgerliche Küche und Wirtshausatmosphäre samt Biergarten. „Ich wurde darum gebeten, hier mal meinen professionellen Blick draufzuwerfen – und ich hab mich total in das Projekt verliebt“, sagt Hielscher. „Das ist ein unfassbar schöner Laden, der ein neues gastronomisches Angebot und einen neuen Drive braucht.“

Gutbürgerlich statt Gourmet

Nach dem abrupten Ende des Kultrestaurants an der Elbchaussee im Januar wagt Hielscher einen Neuanfang in vertrauter Umgebung. Die Pony Waldschänke kennt er bereits seit seiner Kindheit, genoss viele sonnige Stunden gemeinsam mit Freunden im Biergarten. „Unabhängig vom Le Canard – ich hätte mich trotzdem hierfür entschieden. Hier fühle ich mich eher zu Hause.“ Mit Hielscher haben sich die Eigentümer einen vielseitigen und erfahrenen Gastronomen ins Boot geholt. „Ich bin das Pflaster für jede Wunde – ob in der Küche, im Service oder in der Organisation“, sagt der gelernte Koch, der sich künftig vor allem um die Küchenleitung kümmern wird.

Statt Fine Dining soll es in der Pony Waldschänke künftig bodenständiger zugehen. Auf der Karte stehen Klassiker aus der norddeutschen Küche, aber auch traditionelle Gerichte aus Bayern und Österreich – von Wiener Schnitzel über Hamburger Pannfisch bis Käsespätzle und Kaiserschmarrn. Die Preise liegen dabei zwischen 12 und 28 Euro, sodass „für den kleinen und auch für den großen Geldbeutel“ etwas dabei ist. „Wir machen hier eine gutbürgerliche Küche, wie man es von der Mutter oder Großmutter kennt.“ Gekocht wird frisch, saisonal und möglichst regional – vom selbstgebackenen Brot bis zum Kartoffelpüree. Unterstützt wird Hielscher dabei von einem neuen Team, zu dem auch ein eigener Konditor und Bäcker gehört.

Ambitionierte Pläne für Rissener Wirtshaus

Ein Herzstück bleibt der große Biergarten, den das Team weiter beleben will. „Ich habe drei Jahre in Bayern gelebt und dort in der Gastronomie gearbeitet – diese Biergartenkultur habe ich schon damals sehr geliebt und die fehlt in Hamburg. Das möchte ich hier umsetzen.“ Auch eigene Events wie Wein- und Sommerfeste sollen das am Rande Hamburgs liegende Lokal mit vielen Gästen füllen. Dann wird auch die Karte flexibel angepasst – statt À-la-carte gibt es etwa Grillstationen mit Burgern, Würstchen und Steaks, aber auch Speisen aus dem gehobenen Segment könne sich Hielscher je nach Anlass hier vorstellen. „Bei den Events kann ich dann ein paar Tricks aus dem Fine-Dining-Bereich rausholen“, so Hielscher. „Aber das Steckenpferd wird gutbürgerliche Wohlfühlküche sein.“ Parallel bleibt die Pony Waldschänke auch weiterhin Eventlocation: Die separate Bauernstube mit eigener Bierzapfanlage kann weiterhin für private Feiern gemietet werden. 

Die Pony Waldschänke in Klövensteen soll mit neuem Betreiber wiederbelebt werden.  / ©Marc Sill
Die Pony Waldschänke in Klövensteen soll mit neuem Betreiber wiederbelebt werden.  / ©Marc Sill
Zu unserem Test

Adresse

Pony Waldschänke
Babenwischenweg 28
Rissen
22559 Hamburg

Öffnungszeiten

Mo:
geschlossen
Di:
geschlossen
Mi:
12 - 20 Uhr
Do:
12 - 20 Uhr
Fr:
12 - 20 Uhr
Sa:
11 - 20 Uhr
So:
11 - 20 Uhr
Avatar-Foto

Ob Phở Bo oder Ramen: Asiatische Nudelsuppen könnte Alina Fedorova zu jeder Jahres- und Tageszeit schlürfen. Lange Zeit in der Gastro tätig, hat sie Tablett gegen Tastatur getauscht und schreibt jetzt über Hamburgs Gastro-Szene. Oft steht sie selbst hinterm Herd und kocht Rezepte aus aller Welt.