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Schließung

Goldbekhaus sagt Tschüss zum Salut

Bis vor Kurzem konnte man hier direkt am Goldbekkanal französisch-amerikanische Fusionsküche genießen – nach zwei Jahren zieht Betreiber Holger Sturm den Schlussstrich 

26. Februar 2026 von Adel Zamar

Burger, Entrecôte oder Tatar: Die Speisekarte verbindet Klassiker aus den USA und Frankreich / ©Salut
Burger, Entrecôte oder Tatar: Die Speisekarte verbindet Klassiker aus den USA und Frankreich / ©Salut

Im Herzen Winterhudes, direkt am Goldbekufer: Hier servierte das Salut zwei Jahre lang im Goldbekhaus französische Cuisine mit amerikanischem Twist. Auf der Sommerterrasse konnten sich die Gäste etwa bei einem Cheeseburger oder Lamm-Merguez das Treiben auf dem Kanal anschauen. Betreiber Holger Sturm hatte im Jahr 2024 den idyllischen Standort von seinem Vorgänger Robert von Appen übernommen. Das damalige Fine-Dining-Restaurant Chapeau servierte dort elf Jahre lang Burger und Steaks. Sturm gibt nun den Standort nach zwei Jahren auf.

Geschäftsmann nach Hamburger Art

Der Hamburger Geschäftsmann und Teekontor hat sich mit vielen populären Lokalen in der Hansestadt einen Namen gemacht: Er betreibt unter anderem das ebenfalls franko-amerikanische Restaurant Atelier F, das französische Café Paris am Rathaus und das populäre Wasserschloss in der Speicherstadt. Außerdem ist er Geschäftsführer in der Kaffeerösterei Burg, dem Hamburger Kaffeemuseum und das Mutterland Stammhaus.

Kulturelles Erbe

In Winterhude zählt das Goldbekhaus längst zu den kulturellen Merkmalen des Stadtteils. Wer vom Stadtpark aus den Goldbekkanal Richtung Außenalster entlangpaddelt, dem bietet sich mittendurch der Anblick des historischen weißen Backsteinhauses. Das ehemalige Verwaltungsgebäude der Firma Schülke & Mayr aus dem Jahr 1885 – unter anderem für die Herstellung von Desinfektionsmitteln bekannt – dient den Winterhudern seit über 40 Jahren als Stadtteilkulturzentrum. Im Haus werden häufig Räume, Hallen und Gewerbeflächen vermietet, darunter die Fläche des ehemaligen Salut. Vorerst bleibt unklar, wer in Zukunft die Räume übernehmen wird. 

Bäume, Kanus und glitzernder Kanal: Das war der Ausblick von der Sommerterrasse / ©Salut
Bäume, Kanus und glitzernder Kanal: Das war der Ausblick von der Sommerterrasse / ©Salut

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Ob Falafel in der Grindelallee oder Mi Quang in der Schanze, Adel Zamar probiert sich gerne durch die internationale Gastroszene Hamburgs. Besonders die mediterrane und die vietnamesische Küche haben es ihm angetan. Zu Hause versucht er dann die Gerichte nachzuahmen. An regnerischen Tagen zieht er sich gerne in ein verstecktes und gemütliches Café zurück und vertieft sich in ein gutes Buch.