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Heimatküche

Zum Wattkorn

Hier gibt es das Who Is Who norddeutscher Küchenklassik: Grützwurst, Kohlrouladen, Pannfisch, Wildspezialitäten, alles top
Neu getestet!2025 / 2026Perfekt rosa gebratenes Roastbeef mit Salat und Remoulade – großzügige Portionen, die einen vollen Genussmoment kreieren / ©Foodbild
Perfekt rosa gebratenes Roastbeef mit Salat und Remoulade – großzügige Portionen, die einen vollen Genussmoment kreieren / ©Foodbild

Adresse

Zum Wattkorn
Tangstedter Landstraße 230
Langenhorn
22417 Hamburg

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Öffnungszeiten

Mo:
geschlossen
Di:
12 - 22 Uhr
Mi:
12 - 22 Uhr
Do:
12 - 22 Uhr
Fr:
12 - 22 Uhr
Sa:
12 - 22 Uhr
So:
12 - 22 Uhr

Für Zentralhamburger kann sich der Weg bis nach Langenhorn ganz schön ziehen. Bei uns steigert sich aber mit jedem Kilometer die Vorfreude darauf, wieder mal gutbürgerlich im wahren Wortsinn speisen zu können: Aus früheren Besuchen im Wattkorn wissen wir, dass nur wenige Küchen die Klassiker des deutschen Speisekanons mit derart großer Sorgfalt aus so hervorragenden Grundprodukten zubereiten wie hier. Binnen weniger Monate traten der neue Chefkoch Tim Woitaske (Ex-Treudelberg) und seine den sympathischen Service leitende Frau Judith nicht nur in die Fußstapfen des legendären Ex-Pächters Michael Wollenberg – sie zogen das Niveau in jeder Hinsicht noch erheblich nach oben. Das sehen wir schon vor dem ersten Bissen in einem der vier in schicken Schlammtönen renovierten Gasträume. Nach jeder Belegung wird der Tisch mit frischem Leinen und edlem Besteck neu eingedeckt. Wir testen mittags und ordern statt der erwähnenswert guten Hausweine vom Pfälzer Weingut Geisser (0,2 l 7,50 Euro) lieber eine Johannisbeerschorle und ein süffiges Duckstein Amber (4,20/4,50 Euro) zu den hervorragenden Vorspeisen: Das zarte Vitello Tartufo ( 16 Euro) ist großzügig mit sehr teuer schmeckendem Trüffel überhobelt, der sich auch in meiner Kartoffelsuppe von der wöchentlich wechselnden preiswerten Mittagskarte wiederfindet (6,50 Euro). Die Hauptgerichte der normalen Speisekarte lesen sich wie das Who’s who norddeutscher Küchenklassik: Grützwurst mit Apfelpü, Kohlrouladen, Pannfisch, Schnitzel oder Kalbsleber, dazu in großer Auswahl Wildspezialitäten von Frischlingsbraten über Wildschwein bis Rothirschbraten. Der kommt für 26 Euro als zwei für geschmorten Hirsch unerwartet saftige Fleischtranchen unter Rahmpilzen auf tiefgründiger Schmorjus mit frischen Cranberrys und ein wenig Sellerie- und Apfelpüree. Wow! Damit ist der Teller aber ebenso rappelvoll wie bei dem perfekt rosa gebratenen Roastbeef mit Salat und Mayo-lastiger Remoulade (23,50 Euro) der Co-Testerin. Die Beilagen in den extra Schüsselchen sind nicht minder hochklassig: krosse Bratkartoffeln, würziger Apfelrotkohl – und auf den Kartoffelklößen fehlen die Butterstreusel nicht. Alles frisch und ohne erkennbare Convenience kundig gekocht, wie auch der karamellisierte Kaiserschmarrn mit Vanilleeis und etwas zu laff geröstetem Zwetschgenröster (14 Euro). Den schaffen wir zu zweit nicht mehr ganz, planen aber schon unseren nächsten Ritt zu diesem bestbürgerlichen Genussort am Langen Horn Hamburgs.

PESI

Karamellisierter Kaiserschmarrn mit Vanilleeis punktet hier ebenfalls / ©Foodbild
Karamellisierter Kaiserschmarrn mit Vanilleeis punktet hier ebenfalls / ©Foodbild
Zartes Vitello Tartufo, reichlich mit aromatischem Trüffel überhobelt, ein Genuss für Auge und Gaumen / ©Foodbild
Zartes Vitello Tartufo, reichlich mit aromatischem Trüffel überhobelt, ein Genuss für Auge und Gaumen / ©Foodbild

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Die PeSis im Einsatz für SZENE HAMBURG Essen+Trinken: Dahinter steckt immer ein kundiger Gaumen. Oder zwei.