In der Stadt Esslingen in Baden-Württemberg beginnt der Feilenhauergeselle Johann Friedrich Dick 1778 mit der Herstellung von Feilen in der eigenen Werkstatt. Obwohl die französische Revolution auch Auswirkungen auf die Stadt am Neckar hat, läuft das Unternehmen gut und Johann Friedrich Dick zieht in eine größere Produktionsstätte. Nach seinem frühen Tod mit nur 39 Jahren übergibt er an den Junior.
In den 1870ern übernimmt Paul Friedrich Dick das Unternehmen. Unter ihm expandiert der Familienbetrieb und passt sich dem Zeitalter der Industrialisierung an. Neben Feilen werden bald auch weitere Werkzeuge, Wetzstähle und Messer produziert. Das Unternehmen wächst, nimmt an internationalen Ausstellungen teil und etabliert sich als feste Größe im professionellen Handwerk.
Unverkennbares Küchenwerkzeug
1905 folgt für das Familienunternehmen ein weiterer Durchbruch: Friedr. Dick bringt erstmals Messer auf den Markt, bei denen Griff und Klinge mit Edelstahlringen statt – wie sonst üblich – mit Nieten verbunden werden. Das Griffdesign mit den Edelstahlringen ist bis heute ein unverwechselbares Markenzeichen und findet sich bei den Messern der Serie 1905 wieder.

Die Erfolgsgeschichte von Friedr. Dick hält bis heute an. Inzwischen ist das Traditionsunternehmen unter Köchen vor allem für Messer mit einem herausragenden Preis-Leistungs-Verhältnis bekannt. Die Messer sind langlebig, nachhaltig und auf Dauer ausgelegt – Werkzeuge, die mit ihren Nutzerinnen und Nutzern wachsen. Auch Feilen und Wetzstähle gehören weiterhin zum Firmenportfolio. Das Firmengelände befindet sich inzwischen in Deizisau. Im alten Firmengebäude befindet sich heute ein Einkaufs- und Erlebniscenter namens „Das Dick“. Der ikonische Firmenschornstein mit dem Dick-Schriftzug wacht weiterhin über Esslingen.