Dienstagnachmittag im Donnersaal des Altonaer Kinderkrankenhauses (AKK): Leise Musik läuft im Hintergrund, Kellner reichen Aperitife. Im Mittelpunkt des Events steht Cornelia Poletto, Hamburger Spitzenköchin und Schirmherrin des AKK. Mit der Sanitätsrat-Grüneberg-Medaille wird sie für ihr langjähriges Engagement und ihren Einsatz für das Kinderkrankenhaus, besonders für den Lufthafen – eine Wohnstation für Kinder, die langfristig beatmet werden müssen – gewürdigt.
Engagement, das gewürdigt wird
Cornelia Poletto, die unter anderem für ihr Restaurant und verschiedene Fernsehauftritte bekannt ist, engagiert sich bereits seit über 15 Jahren im AKK. Neben ihrer Beihilfe zum Bau des Lufthafens organisiert sie auch die alljährliche Dinner-Show Poletto Palazzo, eine Veranstaltung, die unter anderem ein Vier-Gänge-Menü und künstlerische Auftritte beinhaltet und deren Erlöse an das Kinderkrankenhaus gespendet werden. Außerdem ist sie vor Ort bei Events wie dem Familientag, an dem sie in diesem Jahr Hotdogs servierte, oder für den kommenden Vorlesetag am 20. November.
Man kann den Krankenhausalltag nicht ungeschehen machen, aber man kann ihm Wärme und Geschmack geben.
Kay Jacobsen, Vorstandsvorsitzender des Vereins Altonaer Kinderkrankenhaus
Mit der Sanitätsrat-Grüneberg-Medaille, die der Verein Altonaer Kinderkrankenhaus seit 1989 verleiht, wird dieses Engagement ausgezeichnet. In mehreren Reden würdigen Vertreter des Vereins und des AKK Poletto und ihren Einsatz. Sie betonen dabei: Für medizinische Versorgung sei im Krankenhaus zwar gesorgt, Polettos Einsatz aber sei es, der den dauerhaft auf der Station lebenden Kindern eine Kindheit ermögliche. Der Vorstandsvorsitzende des Vereins, Kay Jacobsen, unterstreicht dies mit einem Leitspruch, der ihn besonders an die Schirmherrin des AKK erinnert: „Man kann den Krankenhausalltag nicht ungeschehen machen, aber man kann ihm Wärme und Geschmack geben.“
Poletto selbst ist gerührt von der Auszeichnung. „Das Altonaer Kinderkrankenhaus und insbesondere der Lufthafen ist für mich ein magischer Ort, für den ich mich gern einsetze“, erzählt die AKK-Schirmherrin und plant, ihr Engagement noch viele Jahre weiterzuführen.