Die georgische Küche bekommt in Hamburg eine neue Adresse: Anfang August eröffnet das Restaurant Bebo am Schlump. Gründerin Sophie Born möchte dort ein Stück ihrer Heimat erlebbar machen: „Bebo“ ist das georgische Wort für Oma. Gekocht wird nach den Rezepten ihrer Großmutter. Born kennt diese Gerichte seit ihrer Kindheit: „Ich wollte meine Wurzeln, unsere Traditionen und dieses besondere Gefühl mit anderen teilen“. Für die 35-Jährige gehört dazu weit mehr als gutes Essen. In Georgien ist Gastfreundschaft tief verwurzelt. Schon als Kind liebte sie die großen Familienessen, die sogenannte Supra, ein traditionelles Festmahl, bei dem Familie, Freunde und Gäste an einer reich gedeckten Tafel zusammenkommen.
Gewürze, Walnüsse und Familienrezepte
Kulinarisch setzt Bebo konsequent auf authentische georgische Küche. „Bei uns wird so gekocht wie zu Hause“, sagt Born. Zu den Highlights der Speisekarte gehören die gefüllten Teigtaschen Khinkali sowie verschiedene Varianten des berühmten Khatschapuri, des georgischen Käsebrots, darunter das Acharuli Khachapuri mit Ei und geschmolzenem Käse sowie das geschlossene Imeruli Khachapuri. Die georgische Küche beschreibt Born als besonders abwechslungsreich. Charakteristisch seien intensive Gewürze und Walnüsse, die in Georgien nicht nur in Soßen, sondern auch in Salaten und warmen Gerichten Verwendung finden.
Ich bringe meine Heimat nach Deutschland
Sophie Born

Tradition und Moderne
Auch das Ambiente erzählt die Geschichte des Restaurants. Gemeinsam mit ihrem deutschen Mann verbindet Born traditionelle georgische Elemente mit modernem Design. Ein besonderer Blickfang ist die Darstellung des Persischen Leoparden, der im Kaukasus beheimatet ist und als Symbol für die Herkunftsregion dient. Neben der Küche spielt auch der Wein eine wichtige Rolle. Born betreibt bereits einen Weinimport und bringt exklusive Weine direkt aus Georgien nach Deutschland. Ergänzt wird das Angebot durch georgischen Brandy und die traditionelle Spirituose Tschatscha. Wenn am 4. August die Türen öffnen, steht für Born vor allem eines im Mittelpunkt: eine lebendige, familiäre Atmosphäre. „Ich freue mich auf glückliche Gäste, auf das Gemurmel im Restaurant und darauf, dass sich die Menschen bei uns willkommen fühlen“, sagt die 35-Jährige.