Für das Piri Piri Casa am Eppendorfer Weg heißt es Abschied nehmen. Inhaberin Ana Gomes hat sich entschieden, das Konzept in dieser Form nicht weiterzuführen und ihre Energie künftig ganz auf ihre beiden anderen Projekte zu konzentrieren: das Piri Piri in der Schanze und Bom Bom. Die Casa war Anfang 2025 mit der Idee gestartet, portugiesische Weine, Petiscos, Keramik, Kunst und besondere Produkte aus Portugal unter einem Dach zu verbinden. „Casa war für mich von Anfang an eine wunderschöne Idee“, sagt Gomes.
Viele Pläne, viel Arbeit
Bis aus der Idee ein fertiger Ort wurde, war es ein langer Weg. Gomes und ihre Familie investierten viel Zeit in den Umbau der Fläche am Eppendorfer Weg. Hinzu kamen Baugenehmigungen, Schanklizenzen und zahlreiche organisatorische Fragen rund um die Nutzung. Zu Beginn lief die Casa als kleines, portugiesisch geprägtes Café mit Kaffee, ausgewählten kleinen Gerichten und Produkten aus Portugal, wobei Gomes’ Mutter einen wichtigen Teil des Betriebs übernahm. Im Laufe dieses Jahres veränderte sich der Betrieb. Gomes‘ Mutter wurde wieder stärker im Piri Piri in der Küche gebraucht, weshalb das Casa den regulären Betrieb deutlich reduzierte. Stattdessen standen ausgewählte Events, Wine Tastings und besondere Abende auf dem Programm. Dazu gehörte etwa ein gemeinsamer Abend mit Area 24 von Nadine – Wine & Bottles –, bei dem Kunst und Wein in entspannter Runde zusammenkamen. Jedoch zeigte sich, dass Veranstaltungen am Standort nur schwer umzusetzen waren. Auch bei kleinen Events mit etwa 15 Gästen und dem Ende vor 22 Uhr habe es wiederholt Beschwerden aus der Nachbarschaft gegeben. „Das hat mir irgendwann gezeigt, dass sich selbst sehr ruhige und kleine Konzepte dort nur schwer umsetzen lassen“, sagt Gomes. Auch die Klinkerbar hatte an diesem Standort bereits mit Beschwerden aus der Nachbarschaft zu kämpfen und zog schließlich von Eimsbüttel nach St. Pauli.
Piri Piri ist mein Herzstück in der Schanze, und Bom Bom hat sich in den letzten Monaten wunderschön entwickelt
Anarita Gomes
Neue Energie für Piri Piri und Bom Bom
Nun zieht Gomes die Konsequenz und beendet das Projekt am Eppendorfer Weg. Die Idee selbst möchte sie dabei nicht grundsätzlich abschreiben. „Nicht, weil ich die Idee nicht mehr liebe. Ganz im Gegenteil“, sagt sie. Stattdessen richtet sie ihren Fokus auf ihre beiden Restaurants. „Piri Piri ist mein Herzstück in der Schanze, und Bom Bom hat sich in den letzten Monaten wunderschön entwickelt“, sagt Gomes. Besonders stolz sei sie auf das deutsch-portugiesische Konzept von Bom Bom. „Wer weiß, vielleicht kommt Casa irgendwann noch einmal zurück“, sagt Gomes. Dann unter Bedingungen, „unter denen die Idee auch wirklich so leben kann, wie sie gedacht ist“. Für den Moment geht der Blick jedoch nach vorne: auf das Piri Piri in der Schanze und auf Bom Bom und damit auf zwei Konzepte, die Gomes künftig noch stärker weiterentwickeln möchte.