Die Mehrwertsteuer auf Speisen ist seit dem 1. Januar 2026 in der Gastronomie bundesweit von 19 auf 7 Prozent gesunken; in der Branche läuft seitdem die Debatte über die Auswirkungen. Der Tenor ist ziemlich eindeutig: Entlastung ja, Preissenkung eher selten. Viele Betriebe nutzen die Steuerersparnis vor allem dafür, gestiegene Kosten bei Personal, Energie und Wareneinsatz abzufedern – spürbar günstiger wird es für Gäste oft nicht.
Genau an diesem Punkt setzt Schweinske jetzt bewusst ein Gegenzeichen: Die Hamburger Restaurantkette kündigt an, den Steuervorteil nicht in der Kalkulation einzubinden, sondern messbar auf der Karte ankommen zu lassen. Ab 1. März gilt in allen 27 Restaurants eine neue Speisekarte, auf der ausgewählte „Fokus-Artikel“ rund zehn Prozent günstiger werden. Auf der Liste stehen vor allem die Bestseller wie das Schnitzel, die Veggie Lime Bowl, die Ofenkartoffel mit Pulled Pork und die Currywurst. Zusätzlich senkt Schweinske nach eigenen Angaben die Preise von rund 50 weiteren Speisen moderat.
„Gezielt in Gäste investieren“
Gründer und Geschäftsführer Marco Hölder verstehe zwar den Druck vieler Betriebe, wolle aber „die Mehrwertsteuersenkung nicht ausschließlich zur Margenstabilisierung nutzen, sondern gezielt in die Gäste investieren“ und weiter auf eine „ehrliche, bodenständige Küche zu fairen Preisen“ setzen. Dass Preis-Leistung bei Schweinske kein reiner Werbesatz sein soll, unterfüttert das Unternehmen mit einem aktuellen Schulterklopfer: Beim Deutschen Kunden-Award 2026 landete Schweinske in der Systemgastronomie (Full Service) jeweils auf Platz 1 in den Kategorien Preis/Leistung und Kundenservice. Unterm Strich ist der Move simpel: Während viele Gastronomien die Steuerentlastung als Puffer gegen die Kostenwelle brauchen, macht Schweinske daraus sichtbar günstigere Teller. Ab 1. März steht das dann schwarz auf weiß auf der Karte.
