Der ausgebildete Hotelfachmann Lutz Lonchant ist 44 Jahre alt und kommt aus Nienburg. Für seine Ausbildung ging er ins Seeschlösschen am Timmendorfer Strand. Danach warteten NordEvent, Weisses Haus Catering und Tarterie St. Pauli auf ihn. Seit 2016 gehört er zur Haebel Group: Angefangen hat er als General Manager Operations im Restaurant Haebel und seit 2020 ist er zusätzlich der Gastgeber der XO Seafoodbar.
Gastgeben bedeutet für mich, den Menschen vor mir wahrzunehmen und ihm das Gefühl zu geben, dass er gerade zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist
Lutz Lonchant
Lutz Lonchant, warum bist du in der Gastronomie gelandet?
Schon als Kind haben mich Restaurants und Hotels begeistert.
Warum ist die Gastronomie für dich die passende Branche?
Wegen der Möglichkeit, Kreativität, Leidenschaft, einen Hauch Chaos und Gastgebertum unter einen Hut zu bringen.
Was liebst du an deinem Job am meisten?
Ich darf jeden Tag das erleben, was ich beruflich liebe und lebe.
Gab es jemanden, der dich besonders gefördert oder inspiriert hat – ein Vorbild oder Mentor?
Jede Kollegin und jeder Kollege prägt und inspiriert. In den letzten Jahren sicherlich Fabio – als Chef und vor allem als Freund.
Was treibt dich an einem langen Arbeitstag an?
Koffein und Leidenschaft für meinen Job.
Gibt es ein Gericht, ein Getränk oder einen Geschmack, der dich an deine Kindheit erinnert?
Kartoffelsalat und warmer Kakao.
Was machst du, um nach einem intensiven Arbeitstag abzuschalten?
Ein gutes Buch lesen.
Worauf bist du besonders stolz, auch wenn es nicht im Lebenslauf steht?
Meine Familie.
Wovon träumst du beruflich noch?
Von einem kleinen Bistro in Südfrankreich.

Was bedeutet Gastgeben für dich persönlich?
Gastgeben bedeutet für mich, den Menschen vor mir wahrzunehmen und ihm das Gefühl zu geben, dass er gerade zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist.
Wie schaffst du eine Atmosphäre, in der sich Gäste wohlfühlen?
Indem ich komplett individuell auf den Gast eingehe.
Wie gehst du mit schwierigen Situationen im Service um?
Im Catering habe ich gelernt, auch in schwierigen Situationen einen kühlen Kopf zu behalten. Den Überblick behalten und dabei immer ein Auge und ein Gespür für die Gäste haben – das ist entscheidend. Und dem Team Führung geben: In solchen Momenten ist oft keine Zeit für Debatten, dann muss gehandelt werden.
Welchen Moment mit Gästen wirst du nie vergessen?
Die Verleihung des Sterns im hæbel – und den ersten Service nach dem ersten Lockdown.
Was sollen Gäste fühlen, wenn sie nach Hause gehen?
Bestenfalls beseelt – und sicher, dass der nächste Besuch genauso gut sein wird.
Ohne Gastronomie wäre ich wahrscheinlich
ziemlich unausgeglichen
Mein schönster Moment im Job war
jeder Abend, an dem wir als Team alles gegeben haben
Ein perfekter Abend beginnt für mich mit
einem motivierten Team, einem vollen Haus und einem Espresso
Das beste Kompliment eines Gastes war:
„Bis zum nächsten Mal“
In der Gastronomie wünsche ich mir mehr
Genuss und Leichtigkeit