Christian Rindfleisch (45) stammt aus Bergen auf Rügen und von dort führte ihn sein Weg Schritt für Schritt in die Hamburger Spitzengastronomie. Nach seiner Ausbildung im Steigenberger Max Resort Rügen sammelte er Erfahrung im Baseler Hof, in den Krameramtsstuben am Michel, im Le Royal Méridien, im Hotel Vier Jahreszeiten, im Louis C. Jacob und im Vlet in der Speicherstadt. Besonders lange prägte ihn das Restaurant Rüperhof, wo er von 2009 bis 2022 tätig war. Seit August 2022 ist er an seiner aktuellen Wirkungsstätte Gasthaus zur Post angekommen.
Mich motiviert der Gedanke, dass ich Menschen ein besonderes Erlebnis geschenkt habe
Christian Rindfleisch
Christian Rindfleisch, warum bist du in der Gastronomie gelandet?
Ich bin in der Gastronomie, weil ich schon früh gemerkt habe, wie viel Freude mir das Kochen bereitet.
Warum ist die Gastronomie für dich die passende Branche?
Die Gastronomie passt perfekt zu mir, weil ich hier Kreativität und Genuss verbinden kann.
Was liebst du an deinem Job am meisten?
Am meisten liebe ich, dass ich jeden Tag Menschen begeistern und ihnen mit meinen Gerichten Freude bereiten kann.
Gab es jemanden, der dich besonders gefördert oder inspiriert hat – ein Vorbild oder Mentor?
Christoph Rüffer hat mich am meisten inspiriert, denn er gab mir Freiraum und hat mich gefördert.
Was treibt dich an einem langen Arbeitstag an?
Nach einem langen Tag motiviert mich der Gedanke, dass ich Menschen ein besonderes Erlebnis geschenkt habe.
Gibt es ein Gericht, ein Getränk oder einen Geschmack, der dich an deine Kindheit erinnert?
Der Geschmack von den Gerichten meiner Mutter, mit so viel Liebe, erinnert mich immer an meine Kindheit.
Was machst du, um nach einem intensiven Arbeitstag abzuschalten?
Nachdem ich den Tag Revue passieren lasse und über die nächsten Tage nachdenke, kann ich abschalten und den Abend genießen.
Worauf bist du besonders stolz, auch wenn es nicht im Lebenslauf steht?
Ich bin vor allem stolz auf meine Kinder und darauf, dass ich konsequent meinen Weg gegangen bin.
Wovon träumst du beruflich noch?
Ich träume davon, noch lange Gäste zu begeistern, tolle Menschen kennenzulernen und mein ideales Umfeld zu haben.

Wie würdest du deine Küche in einem Satz beschreiben?
Meine Küche ist regional, saisonal, frisch und mit viel Liebe zubereitet.
Welches Gericht steht sinnbildlich für deine Handschrift?
Einer meiner Klassiker ist der hausgebeizte Lachs – puristisch, saisonale Beilagen, wenige Zutaten, aber ein Geschmackserlebnis – das wäre im Grunde meine Handschrift.
Was macht für dich ein besonderes Gericht aus?
Ein besonderes Gericht ist eines, bei dem man die Liebe und Leidenschaft schmeckt.
Gibt es eine Küchentradition, die du bewahren möchtest?
Mir ist wichtig, das echte Kochhandwerk zu bewahren – mit frischen Produkten und von Grund auf zu kochen.
Welche Rolle spielt Nachhaltigkeit in der Küche heute?
Ressourcen sind begrenzt, deshalb ist Nachhaltigkeit essenziell, wir achten auf respektvollen Umgang mit Lebensmitteln.
Ohne Gastronomie wäre ich wahrscheinlich
in einem kreativen Beruf mit Menschen gelandet
Mein schönster Moment im Job war,
wenn ein Gast wirklich berührt war
Ein perfekter Abend beginnt für mich mit
einem perfekten Mise en Place, guter Musik und entspannten Gästen
Das beste Kompliment eines Gastes war,
dass man die Liebe zum Detail schmeckt
In der Gastronomie wünsche ich mir mehr
Nachhaltigkeit und Wertschätzung für das Handwerk