Eric Kröber ist in Zeitz geboren und hat seine Ausbildung zum Koch in einem kleinen, familiengeführten Gasthaus mit zehn Hotelzimmern absolviert. Schon früh führte ihn sein Weg in die Küche, wo er sein Handwerk von Grund auf lernte. Seit dem 1. Januar 2026 ist er beim Chefs Warehouse tätig. Was ihn an seinem Beruf besonders auszeichnet, ist seine Verbundenheit mit dem Kochhandwerk und der Anspruch, mit guten Produkten und sauberer Arbeit für seine Gäste ein gelungenes Erlebnis zu schaffen.
Handwerk, Präzision und Liebe sind für mich die Grundlage guter Küche
Eric Kröber
Eric Kröber, warum bist du in der Gastronomie gelandet?
Ich wollte schon immer Koch werden. Mein Vater hat zu Hause mit großer Leidenschaft gekocht und ich habe schon als Kind erlebt, wie Kochen Menschen zusammenbringt.
Warum ist die Gastronomie für dich die passende Branche?
Ich bin buchstäblich in diese Branche hineingewachsen. Am wohlsten fühle ich mich im Kreis kreativer Köpfe und Menschen, die anpacken und etwas bewegen wollen.
Was liebst du an deinem Job am meisten?
Eigentlich alles. Die Höhen und Tiefen, den Stress, die Freude und all die Emotionen, die dieser Beruf mit sich bringt. Am schönsten ist es, wenn am Ende eines Tages alle gemeinsam etwas Gutes geschaffen haben. Wir wollen als Team erfolgreich zusammenarbeiten.
Gab es jemanden, der dich besonders gefördert oder inspiriert hat – ein Vorbild oder Mentor?
Mein Freund und Mentor Mario Lohninger hat mich sehr geprägt. Genauso sein Vater Paul Lohninger. Beide haben meinen Blick auf die Gastronomie nachhaltig beeinflusst. Dafür werde ich ihnen immer dankbar sein.
Was treibt dich an einem langen Arbeitstag an?
Es geht immer weiter. Vor allem mein Team inspiriert und motiviert mich jeden Tag, gemeinsam ein Stück besser zu werden. Wir sind einfach ein Team.
Gibt es ein Gericht, ein Getränk oder einen Geschmack, der dich an deine Kindheit erinnert?
Der Geschmack von Bratenjus. Als Kind durfte ich immer aus einem kleinen Becher probieren, wenn mein Vater Saucen gekocht hat.
Was machst du, um nach einem intensiven Arbeitstag abzuschalten?
Ich verbringe Zeit mit meiner Frau Nicole und unserer Hündin Marla. Sie sind meine Erdung. Außerdem genieße ich gutes Essen. Ich bin selbst auch gerne Gast.
Worauf bist du besonders stolz, auch wenn es nicht im Lebenslauf steht?
Auf meine Freundschaften aus der Kindheit und Jugend, die bis heute bestehen. In unserem Beruf ist es nicht selbstverständlich, soziale Kontakte über viele Jahre hinweg zu pflegen. Deshalb weiß ich das besonders zu schätzen.
Wovon träumst du beruflich noch?
Das ist gar nicht so leicht zu beantworten. Ich sehe mich auch im hohen Alter noch am Herd stehen. Kochen ist das, was ich am besten kann, am liebsten umgeben von meiner Familie und guten Freunden.

Wie würdest du deine Küche in einem Satz beschreiben?
Präzise, klar und produktorientiert. Ich verbinde klassische französische Küchentechniken mit zeitgemäßem Denken. Säure, Textur und saisonale Aromatik spielen dabei eine zentrale Rolle.
Welches Gericht steht sinnbildlich für deine Handschrift?
Meine Gerichte leben nicht von Effekten oder spektakulären Inszenierungen. Besonders am Herzen liegt mir Gemüse. Ich möchte zeigen, dass kulinarische Tiefe nicht zwangsläufig an Luxusprodukte gebunden ist.
Was macht für dich ein besonderes Gericht aus?
Handwerk, Präzision und Liebe.
Gibt es eine Küchentradition, die du bewahren möchtest?
Für mich sind Handwerk, Präzision und Liebe die Grundlage guter Küche. Diese Werte möchte ich bewahren und weitergeben.
Welche Rolle spielt Nachhaltigkeit in der Küche heute?
Für mich bedeutet Nachhaltigkeit vor allem Respekt vor dem Lebensmittel. Dieser Gedanke zieht sich durch meine gesamte Arbeit. Gute Küche beginnt nicht erst am Pass, sondern bereits bei der Auswahl der Produkte und dem wertschätzenden Umgang mit ihnen.
Ohne Gastronomie wäre ich wahrscheinlich
aufgeschmissen
Mein schönster Moment im Job
ist jeder erfolgreiche Abend
Ein perfekter Abend beginnt für mich mit
einem entspannten Tag mit meiner Frau
Das beste Kompliment eines Gastes ist:
„Lecker war´s!“
In der Gastronomie wünsche ich mir
weiterhin kulinarische Vielfalt