Holger Dankenbring ist seit September 2025 Koch im Restaurant Marktplatz. Der 60-Jährige stammt aus Nienburg an der Weser und hat im Fürstenhof in Celle seine Ausbildung zum Fleischer und Koch absolviert. Anschließend ging es für ihn nach London in das Winfieldhouse und zu Mosimann’s. Danach kehrte er zurück nach Deutschland, wo er in verschiedenen Städten tätig war: in der Schwarzwaldstube in Baiersbronn, dem Savoy Hotel-Arosa und der Ulrichshöhe in Nürtingen. Für die Arbeit zog es ihn in die Hansestadt Hamburg, wo er am mittlerweile geschlossenen Hotel Prem startete, dann zur legendären Künstlerkneipe Jena-Paradies wechselte, mit Leidenschaft im Restaurant Cox kochte und nun die Küche im Marktplatz Restaurant führt. Für seine Arbeit dort wurde er für den Genuss-Creator Award in der Kategorie Koch des Jahres nominiert.
Ich mache, was ich liebe
Holger Dankenbring
Holger Dankenbring, warum bist du in der Gastronomie gelandet?
Ich bin in einer Dorfgaststätte groß geworden. Es steckt mir also in den Genen.
Warum ist die Gastronomie für dich die passende Branche?
Weil ich mache, was ich liebe.
Was liebst du an deinem Job am meisten?
Mit dem, was ich kann, andere glücklich machen zu können.
Gab es jemanden, der dich besonders gefördert oder inspiriert hat – ein Vorbild oder Mentor?
Carlo Bessler aus dem Jena Paradies.
Was treibt dich an einem langen Arbeitstag an?
Die Uhr.
Gibt es ein Gericht, ein Getränk oder einen Geschmack, der dich an deine Kindheit erinnert?
Der Geruch von Hühnerbrühe.
Was machst du, um nach einem intensiven Arbeitstag abzuschalten?
Ich drehe eine Runde mit dem Fahrrad.
Worauf bist du besonders stolz, auch wenn es nicht im Lebenslauf steht?
Meine drei Kinder.
Wovon träumst du beruflich noch?
Dass unser Herzensprojekt, das Restaurant Marktplatz, erfolgreich ist.

Wie würdest du deine Küche in einem Satz beschreiben?
Handwerk mit Herz und Seele.
Welches Gericht steht sinnbildlich für deine Handschrift?
Hausgemachte Blutwurst mit Sauerkraut und Aprikose.
Was macht für dich ein besonderes Gericht aus?
Perfektes Handwerk mit Kreativität und Twist.
Gibt es eine Küchentradition, die du bewahren möchtest?
Pünktlichkeit.
Welche Rolle spielt Nachhaltigkeit in der Küche heute?
Leider eine zu geringe.
Ohne Gastronomie wäre ich wahrscheinlich
Tischler
Mein schönster Moment im Job war
Silvester im Restaurant Cox. Ich hatte Zweifel, ob unsere Leistung gut genug war, aber zu unserem Neujahrs-Champagner haben das Team und ich Standing Ovations bekommen
Ein perfekter Abend beginnt für mich mit
einem perfekten Mise en place
Das beste Kompliment eines Gastes war:
„Es hat geschmeckt wie damals“
In der Gastronomie wünsche ich mir mehr
Verständnis und Wertschätzung für das Handwerk