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Fein gedeckte Tische, frische Blumen und warme Beleuchtung lassen uns willkommen fühlen, als wir durch die Glastür ins L’Orient treten. Der Service steht sofort mit offenem Lächeln parat und geleitet uns zum Tisch. Wir beginnen ganz klassisch mit Mazza in acht Variationen (18,90 Euro) – ein buntes Aromenspiel aus frischen Salaten, knackigem Gemüse und Cremes. Die Falafel auf Hummus sind luftig, leicht und lecker und ein Vorgeschmack darauf, wie ernst die Küche hier ihre Handwerkskunst nimmt. Zum Hauptgang empfiehlt uns der ehrlich aufmerksame Service einen libanesischen Château Heritage (0,75 l 35 Euro), den er uns vorab probieren lässt. Die beerigen Noten des Rotweins gefallen uns und wir nehmen die Flasche. Sobald die Vorspeisen-Schälchen leer sind, kommen die Hauptspeisen im Nu auf den Tisch. Das Batta bel Tiin (23,90 Euro), eine Barbarie-Entenbrust auf Feigen-Carpaccio, ist auf den Punkt gegart und harmoniert perfekt mit dem Zimt-Pimentreis, der nicht nur fade Beilage ist, sondern spannende Aromen mitbringt. Die Walnuss-Anissoße trifft nicht ganz den Geschmack meiner Begleitung. Nach einer kurzen Nachfrage bringt der Kellner jedoch im Nu eine Extraportion von der himmlischen Schafskäse-Basilikum-Soße, die zu meinem Lahmeh bel Looz (32,90 Euro) serviert wird und uns beide schwärmen lässt. Das neuseeländische Lammkarree fällt butterzart vom Knochen und zergeht im Mund, die Mandelkruste bringt Crunch und Geschmack. Besser kann man Lammkarree kaum essen. Trotz vollem Lokal nimmt sich der sympathische Service immer wieder Zeit, Wein und Wasser nachzuschenken. Auch der Lava Cake (7,90 Euro) hält das hohe Niveau: Ein zart schmelzender Schokokern trifft auf cremiges Zimt-Eis – eine Kombination, die unsere Geschmacksknospen noch einmal auf eine Reise in den Orient entführt. Ein rundum gelungener Abend voller Geschmack, farbenfroher Teller und herzlicher Gastfreundschaft. Hier stimmt einfach alles.



