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Das erste Mal in der Osteria Due wollte es mit dem Duett meines Cocker Spaniels Capri mit mir nicht klappen – Hunde sind hier leider nur draußen erlaubt. Also zweiter Versuch ohne Vierbeiner. Sofort spürt man das warme italienische Ambiente. Der Abend beginnt wie ein kleines viaggio italiano: Calamaretti vom Grill all’ Limone (24 Euro), zart, sonnig, wie ein Hauch von Amalfi, daneben Thunfisch-Sashimi, kurz angebraten mit Teriyaki und Ingwer (29 Euro), ein charmantes Stelldichein zwischen Fernost und Bella Italia. Begleitet werden die Vorspeisen von einem Glas Grauburgunder (0,2 l 13,50 Euro), einem Glas Souvenir Blanc (0,2 l 16 Euro) und Sprudelwasser (0,75 l 10,50 Euro) – stimmig, unkompliziert, wie ein Aperitivo auf der Piazza. Der halbe Hummer mit Kartoffelpüree und frischem Trüffel (59 Euro) ist puro amore: süßes Fleisch, Püree wie eine cremige Umarmung, Trüffelduft wie ein Spaziergang im Piemont. Die Fasanenbrust mit Sauerkraut und Püree (49 Euro) bleibt höflich, aber unspektakulär – eher wie „Signora Putenbrust im Sonntagskleid“. Dafür singen Sauerkraut und Püree ein intensives Duett, und vier pralle Weintrauben auf dem Teller schmecken, als hätte Nonna sie gerade vom Rebstock gepflückt – ein unerwartetes kleines Highlight. Zum Dolce: Tiramisu Classico (11 Euro), etwas zu gelb, die Küche war großzügig mit den Eiern, die Pistazien-Cassata mit Cassis und Crumble (15 Euro) hingegen ein echtes Mamma mia! Komplex, frisch, memorabel. Espresso (5 Euro) rundet das Menü ab. Ein Abend voller Charme, Genuss und kleiner Geschichten – genau wie Italien selbst, mit Sonne auf dem Teller, einem Hauch Meeresluft im Aroma und Momenten, die noch lange nachklingen.


