Seit dem vergangenen Wochenende werden in die Bartelsstraße bei Maru Maru Japanese Milk Buns verkauft. Das Konzept steckt im Namen: Maru bedeutet so viel wie „Kleines Rundes“ im Japanischen. Die fluffigen Brötchen mit charakteristischer Süße basieren auf einem Tangzhong: einem Quellstück aus Mehl und Milch, das dem Teig eine besondere Konsistenz und Frische beibringt.
Wir vereinen das, was man schon kennt, mit neuen Komponenten
Lennard Keudel
Gründer Lennard Keudel und seine Freundin Sofia Floridou schwören auf die komplexe Aromatik von Süß und Salzig in Kombination. Gefüllt werden die Brötchen mit japanisch inspiriertem Eiersalat, Thunfischcreme oder auch Birria, eine Art mexikanisches Gulasch, mit reichhaltiger Consommé sowie süß mit Puddingfüllung und Zuckerkruste à la Crème Brûlée.
Mit Herz und Leidenschaft
Mit Japan verbindet den ehemaligen Immobilienmakler und die Kindererzieherin vor allem ein persönliches Interesse. Floridou berichtet, dass die beiden an der japanischen Kultur vor allem die Verbindung von Tradition und Moderne sowie den Respekt vor dem Essen schätzen würden. „Dieser große Spagat hat uns immer sehr begeistert.“ Auch die Einrichtung greift diese Leidenschaft wieder auf. Knallige Farben, verspielte Details und bald sogar ein nachgestellter Greifarm-Automat mit Kuscheltieren und kleinen Figuren in der großen Eisvitrine. An der Frontscheibe des Ladens prangt das Maskottchen von Maru Maru: Peko, zu Deutsch „hungrig“, ist so rund wie die Brötchen und mindestens genau so süß.
Alle Speisen sind hausgemacht. Wo es geht, wird Zucker durch Honig ersetzt und die beiden schwören auf Quell- statt Leitungswasser. Preislich liegen die Buns zwischen vier und fünf Euro fünfzig, je nach Belag.
Das goldene Ticket
Der Pop-up geht bis Ende Februar 2027. Bis dahin heißt es für das Gründerpaar Ausschau halten und hoffentlich eine neue Location für Maru Maru finden. Hierfür starten die beiden eine besondere Aktion: Auf ihrer Webseite lockt „Pekos Quest“ mit einem goldenen Ticket – ein Leben lang täglich drei Buns sowie ein Heißgetränk nach Wahl. „Die Person, die uns hilft oder eine erfolgreiche Vermietung beschert, kriegt ein Golden Ticket“, so Floridou. Keudel betont, dass eine Immobilie mit Abluft wichtig sei, damit sie vor Ort nachproduzieren und ihr Sortiment erweitern könnten. Aktuell kochen und backen sie ihre Speisen noch in einer externen Küche in Moorfleet.
Sollte die Immobiliensuche vorerst nicht erfolreich sein, können Keudel und Floridou sich auch vorstellen, mit einem Foodtruck die Zeit zu überbrücken. Auf lange Sicht soll Maru Maru jedoch definitiv eine feste Location werden.
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