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Insolvenz

Finanzielle Schwierigkeiten bei Confiserie Paulsen

Die Confiserie verkauft seit fast 100 Jahren Schokolade und Süßwaren in Hamburg. Nun musste das Traditionsunternehmen Insolvenz anmelden – steigende Kosten und die wirtschaftliche Lage setzen dem Betrieb zu

30. Juli 2026 von Paula Rieck

Hausgemachte Pralinen aus der Confiserie Paulsen / ©Confiserie Paulsen
Hausgemachte Pralinen aus der Confiserie Paulsen / ©Confiserie Paulsen

Seit der Gründung in den 1920er-Jahren gehört die Confiserie Paulsen zur Hamburger Genusslandschaft. In prominenter Innenstadtlage an den Großen Bleichen verkauft das Traditionsunternehmen handgemachte Schokolade, Pralinen, Kekse und weitere Süßwarenspezialitäten. Bereits 2011 warnte Inhaber Kurt Biebl vor den Auswirkungen stetig steigender Kosten. Nun hat sich diese Sorge bewahrheitet: Die Confiserie Paulsen musste Insolvenz anmelden. 

Der zuständige Insolvenzverwalter Nils Krause teilt mit, dass das vorläufige Insolvenzverfahren zum 15. Juli 2026 angeordnet wurde. Nach Angaben der Geschäftsführung seien vor allem gestiegene Rohstoffpreise, höhere Personalkosten sowie die allgemeine Konsumzurückhaltung Gründe für die wirtschaftliche Schieflage.

Ich prüfe sämtliche Sanierungsoptionen – auch den Verkauf an Investoren

Nils Krause

Trotz des laufenden Verfahrens soll der Betrieb fortgeführt werden. Alle Filialen bleiben geöffnet, die Löhne und Gehälter der Mitarbeiter sind zunächst über das Insolvenzgeld abgesichert.

Ein Hamburger Traditionsunternehmen

Im Jahr 1928 gründete Wolfgang Paulsen die Hamburger Confiserie. Seit 1998 führt Kurt Biebl das Unternehmen und entwickelte es über die Jahre weiter. Neben dem Stammhaus in den Großen Bleichen kamen weitere Standorte hinzu, darunter die Rindermarkthalle, das Audi-Zentrum Langenhorn sowie Filialen in Volksdorf und Blankenese. Zum Sortiment gehören handgeschöpfte Schokolade, Trüffel, Pralinen, Marzipan und zahlreiche weitere Spezialitäten aus der hauseigenen Manufaktur in Hamburg-Hohenfelde.

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Immer auf der Suche nach dem nächsten kulinarischen Highlight entdeckt Paula Rieck gerne neue Cafés, Restaurants und Bäckereien. Ihre größte Leidenschaft gilt jedoch dem Selbermachen – besonders Sauerteigbrot – und allem, was Zeit, Handwerk und gute Zutaten verlangt.