Wer derzeit an der Bahrenfelder Straße 56 vorbeikommt, nimmt einen ungewöhnlich starken Geruch wahr. Der Grund ist ein Buttersäure-Angriff auf das Restaurant Ribatejo, der sich am Montagabend, 17. August, ereignet hat. Unbekannte haben in der Nacht von Montag auf Dienstag großflächig Buttersäure auf den Möbeln und der Fassade des portugiesischen Restaurants verschüttet. Der Schock darüber sitzt bei Inhaberin Carlota Santos de Carvalho tief, zumal es nicht das erste Mal ist. Bereits vor einigen Jahren habe es einen ähnlichen Angriff gegeben, damals allerdings in deutlich geringerem Ausmaß und nur auf die Außenfassade des Hauses.
Bemerkt wird der Geruch am Morgen des 18. August von einem Nachbarn. Zunächst vermutet man, dass der Geruch aus den umliegenden Silos kommt. Erst gegen Mittag weist ein Mitarbeiter darauf hin, dass der Geruch stark an Buttersäure erinnert. Nach und nach wird dann das Ausmaß sichtbar: Die Außenfassade und die Terrasse vor dem Restaurant sind großflächig betroffen. „Es ist unfassbar geschäftsschädigend“, erzählt Santos de Carvalho, „überall kann man draußen sitzen, nur hier nicht.“ Besonders problematisch ist, dass die Säure dort, wo sie verspritzt wurde, tief in die Materialien eingezogen ist. „Es muss die Wand neu gestrichen werden“, erzählt sie. Auch die Sitzgarnituren müssen abgeschliffen werden, selbst die Erde vor dem Restaurant muss möglicherweise ausgetauscht oder umgegraben werden.
Über Instagram hat das Ribatejo einen Zeugenaufruf gestartet. Es bleiben aber viele Fragen offen: Wer steckt hinter dem Angriff und vor allem warum? Für Santos de Carvalho ist gerade diese Böswilligkeit nur schwer zu begreifen.
Trotz allem läuft der Betrieb weiter. Vor dem Restaurant steht inzwischen eine Kreidetafel mit der Aufschrift: „Der Geruch kommt durch einen Buttersäureangriff! Bitte entschuldigt den Geruch! Drinnen ist es bei uns gemütlich wie immer.“ Gerade jetzt hofft das Team deshalb auf Unterstützung und Solidarität der Gäste.
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