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Aus für Aperitivo-Bar auf St. Pauli

„Ciao Ragazzi“: Das Standard macht Schluss

Nach fast neun Jahren Aperitivo-Kultur auf St. Pauli kündigte das Standard kürzlich das Aus zum Jahresende an. Bevor die Kultbar ihre Türen endgültig schließt, sind im Dezember noch Barabende, ein Flohmarkt und ein großes Finale geplant

12. Dezember 2025 von Alina Fedorova

Nach fast neun Jahren schließt das Standard zum Ende des Jahres 2025 seine Türen / ©Marc Sill
Nach fast neun Jahren schließt das Standard zum Ende des Jahres 2025 seine Türen / ©Marc Sill

Bekannt geworden ist das Standard für italienische Aperitivo-Kultur mitten auf St. Pauli: feine Drinks, begleitet von im fliegenden Wechsel gereichten „Stuzzichini“ – kulinarische Kleinigkeiten wie Artischockenherzen, Oliven oder Selleriepüree. Doch nun hat nach fast neun Jahren Barkultur auf der Großen Freiheit das Team über Instagram das Ende angekündigt. Das Szenelokal wird zum Jahresende schließen. Für die Community kam die Nachricht überraschend – erst im Februar hatte das Lokal sein Konzept überarbeitet und den Fokus stärker auf Events gelegt. Mit den klassischen Aperitivo-Bar-Abenden, besonderen Pop-Up-Events, Brunchevents und Bar Quiz sollte das Standard eigentlich stabiler dastehen. Nun folgt der Schlussstrich. „Ciao Ragazzi“, schreibt das Team und ruft dazu auf, noch einmal vorbeizukommen und anzustoßen, bevor sich die Türen am 20. Dezember endgültig schließen.

Standard feiert im Dezember Abschied mit Aperitivo-Abend und Flohmarkt

Vom 16. bis 19. Dezember läuft der reguläre Betrieb weiter, bevor am 20. Dezember ein letztes Mal zur Aperitivo-Barsession die Türen öffnen. Aus dem „geheimen Weinkeller“ kommen Flaschen zu Sonderpreisen, Klassiker der Karte gibt es, solange der Vorrat reicht und auch der legendäre Negroni-Brunnen soll ein letztes Mal fließen. Die Küche bleibt an diesem Abend geschlossen, stattdessen liegt der Fokus auf Getränken und Gesprächen. Am 21. und 22. Dezember folgt dann ein großer Flohmarkt: Gläser, Teller, Bar-Tools, Memorabilia, Deko, Kunst und Restbestände aus Küche und Weinkeller suchen ein neues Zuhause.

In einem Statement auf Instagram lieferte das Team Raum für Spekulation über eine Fortsetzung: „Auch jedem Ende wohnt ein Zauber inne. Es ist Zeit für Neues, Zeit, Raum zu schaffen für neue Projekte, Aufgaben und Abenteuer.“ Wie uns Managerin Anna Götting bestätigt, wird es allerdings kein neues Gastro-Projekt der Betreiber oder eine Wiedereröffnung geben. Die Fläche an der Großen Freiheit wird weiter vermietet – eine neue Gastro wird nicht einziehen.

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Ob Phở Bo oder Ramen: Asiatische Nudelsuppen könnte Alina Fedorova zu jeder Jahres- und Tageszeit schlürfen. Lange Zeit in der Gastro tätig, hat sie Tablett gegen Tastatur getauscht und schreibt jetzt über Hamburgs Gastro-Szene. Oft steht sie selbst hinterm Herd und kocht Rezepte aus aller Welt.