Zwölf Plätze, ein festes Menü und Sushi-Meister Shigeru Fujita, der entscheidet, was serviert wird: Im Torii Shigeru am Kaiserkai 56 dreht sich alles um Omakase. Die Gäste überlassen Fujita die Auswahl der Speisen und die Reihenfolge der Gänge. Am 6. Oktober 2026 hat das Restaurant in der HafenCity eröffnet. Fujita hat die traditionelle Edomae-Sushi-Kunst in Japan gelernt und lebt seit 23 Jahren in Deutschland, zuletzt in München. Edomae-Sushi hat seinen Ursprung im Tokio des 19. Jahrhunderts. Da es damals keine Kühlschränke gab, bereiteten Sushi-Köche den Fisch mit Salz, Essig oder Marinaden vor, um ihn länger haltbar zu machen. Was einst der Konservierung diente, ist bis heute Teil der Handwerkskunst: Je nach Fisch kommen unterschiedliche Techniken zum Einsatz, die seinen Geschmack verändern und gezielt zur Geltung bringen.
Besonders am Herzen liegt mir das Zusammenspiel von Fisch und Reis – von Geschmack, Temperatur und Textur
Shigeru Fujita
Omakase: Der Sushi-Meister entscheidet
Gemeinsam mit seinem Partner Andreas Rolner hat Fujita Torii gegründet. An den zwölf Plätzen erleben die Gäste, wie er die einzelnen Gänge direkt vor ihnen zubereitet. Im Mittelpunkt stehen Nigiri, für die Fujita japanischen Koshihikari-Reis verwendet und mit rotem Essig würzt. Auch der Fisch wird je nach Sorte unterschiedlich vorbereitet, etwa durch Marinieren oder Beizen. Wie entscheidend die Abstimmung der Zutaten ist, beschreibt Fujita so: „Besonders am Herzen liegt mir das Zusammenspiel von Fisch und Reis – von Geschmack, Temperatur und Textur.“ Neben den Nigiri gehören Vorspeisen, Sashimi und warme Gerichte zum Menü. Die Auswahl reicht von mildem Steinbutt bis zu kräftigeren Fischsorten und verschiedenen Meeresfrüchten. Die Gänge bauen geschmacklich aufeinander auf, bevor eine süße Speise das Menü abschließt..