Marco Rütjes ist in Kleve am Niederrhein geboren und praktisch in der Gastronomie groß geworden. Seit über 20 Jahren ist er selbstständig. Seine Ausbildung? „Das Leben“, oder, wie er selbst sagt: „Mädchen für alles“. Genau diese Vielseitigkeit prägt bis heute seinen Weg. Mit Erika’s Eck hat er einen Ort geschaffen, an dem ehrliche Küche, herzlicher Service und persönliche Begegnungen im Mittelpunkt stehen. Für Marco Rütjes bedeutet Gastgeben vor allem, Menschen willkommen zu heißen und gemeinsam mit seinem Team dafür zu sorgen, dass jeder Besuch in Erinnerung bleibt.
Jeder Mensch soll sich bei uns willkommen fühlen
Marco Rütjes
Marco Rütjes, warum bist du in der Gastronomie gelandet?
Ich habe den Familienbetrieb übernommen.
Warum ist die Gastronomie für dich die passende Branche?
Ich bin mit der Gastronomie groß geworden. Sie begleitet mich schon mein ganzes Leben.
Was liebst du an deinem Job am meisten?
Ich liebe den Umgang mit unserem Team, neue Ideen zu entwickeln und Konzepte umzusetzen. Natürlich gehört auch der wirtschaftliche Erfolg dazu, zu sehen, dass sich die eigene Arbeit auszahlt, ist ebenfalls ein wichtiger Teil davon.
Gab es jemanden, der dich besonders gefördert oder inspiriert hat – ein Vorbild oder Mentor?
Ich lasse mich von vielen Menschen aus unterschiedlichen Bereichen inspirieren. Manchmal sind es einzelne Dinge, bei denen ich denke: „Wow, das ist richtig gut gelöst oder strukturiert.“ Manchmal beeindruckt mich aber auch das Gesamtbild und ich denke: Wenn man nur annähernd so etwas erreicht, ist man schon sehr weit gekommen. Besonders inspirieren mich Menschen, die ihre Möglichkeiten nutzen, sei es durch finanzielle Mittel, ihren Status oder persönliches Engagement, und damit Gutes tun, zum Beispiel durch Charity-Projekte.
Was treibt dich an einem langen Arbeitstag an?
Die Hoffnung, dass er bald zu Ende ist.
Gibt es ein Gericht, ein Getränk oder einen Geschmack, der dich an deine Kindheit erinnert?
Die Herrencreme meiner Oma und meiner Mutter.
Was machst du, um nach einem intensiven Arbeitstag abzuschalten?
Ich gehe gerne ins Kino, um komplett abzuschalten. Oder ich schaue zu Hause mit meiner Partnerin Sandra Serien und gehe mit unserem Hund spazieren.
Worauf bist du besonders stolz, auch wenn es nicht im Lebenslauf steht?
Privat bin ich besonders stolz auf meine Töchter und meine Lebensgefährtin Sandra. Beruflich bin ich stolz auf unser Team, vom Betriebsleiter bis zum Spüler. Ohne jeden Einzelnen wäre all das nicht möglich.
Wovon träumst du beruflich noch?
Davon, Erika’s Eck auch in ein oder zwei andere Städte zu bringen und noch die eine oder andere Idee zu verwirklichen.

Was bedeutet Gastgeben für dich persönlich?
Gastgeben bedeutet für mich, mich mit den Gästen zu beschäftigen, auf sie einzugehen und wenn gewünscht auch mal ein bisschen zu schnacken.
Wie schaffst du eine Atmosphäre, in der sich Gäste wohlfühlen?
Indem man jeden gleich behandelt und alle Gäste wie Freunde willkommen heißt. Sie sollen sich ungezwungen und wohlfühlen.
Wie gehst du mit schwierigen Situationen im Service um?
Das kommt immer ein bisschen auf die Situation an. Grundsätzlich hat der Kunde natürlich erst einmal recht. Dann versucht man, es ihm so recht wie möglich zu machen.
Was sollen Gäste fühlen, wenn sie nach Hause gehen?
Sie sollen satt sein, denken, dass sie einen schönen Abend hatten, und das Gefühl haben, dass es sich gelohnt hat, auszugehen.
Ohne Gastronomie wäre ich wahrscheinlich
arbeitslos
Mein schönster Moment im Job war
– ein bisschen selbstverliebt – der Moment, als mich die ersten Gäste nach einem gemeinsamen Foto gefragt haben. Es gibt so viele schöne Momente, die man nicht missen möchte. Schwer, einen speziellen heraus zu heben
Ein perfekter Abend beginnt für mich mit
versuchen abzuschalten
Das beste Kompliment eines Gastes war
das ich ihn inspirieren würde
In der Gastronomie wünsche ich mir mehr
Verständnis
