Jan-Ole Hoffmann betreibt seit September 2025 die Patisserie Chouette in Hamburg. Der 48-jährige Hamburger machte seine Ausbildung zum Konditor im Café Wonsyld in Bad Kreuznach. Anschließend ging es für ihn in die Meisterschule HWK in Koblenz und zum Copenhagen Coffee Lab. Für seine heutige Arbeit in der Patisserie Chouette wurde er für den Genuss-Creator Award in der Kategorie Patissier des Jahres nominiert.
Ich kann mit Lebensmitteln arbeiten, kreativ sein und einfach tolle Dinge schaffen
Jan-Ole Hoffmann
Jan-Ole Hoffmann, warum bist du in der Gastronomie gelandet?
Weil ich Spaß daran habe, Menschen an meiner Leidenschaft teilhaben zu lassen.
Warum ist die Gastronomie für dich die passende Branche?
Ich bin kommunikativ, mag es, mit Menschen zu arbeiten, und habe Spaß daran, meinen Gästen eine gute Zeit mit Freude und Genuss zu bereiten.
Was liebst du an deinem Job am meisten?
Ich kann mit Lebensmitteln arbeiten, kreativ sein und einfach tolle Dinge schaffen.
Gab es jemanden, der dich besonders gefördert oder inspiriert hat – ein Vorbild oder Mentor?
Nicht wirklich.
Was treibt dich an einem langen Arbeitstag an?
Der Spaß an meiner Arbeit und dass alles perfekt wird, aber auch die Reaktion meiner Gäste, wenn sie die kleinen und großen Genussmomente erleben.
Gibt es ein Gericht, ein Getränk oder einen Geschmack, der dich an deine Kindheit erinnert?
Ja. Bei mir ist es der Baumkuchen, der mich in meine Kindheit zurück versetzt. Er war bei uns etwas ganz Besonderes und es gab ihn meist nur zu Weihnachten.
Was machst du, um nach einem intensiven Arbeitstag abzuschalten?
Ich bringe meine Tochter ins Bett. Danach genieße ich ein gutes Essen mit meiner Freundin.
Worauf bist du besonders stolz, auch wenn es nicht im Lebenslauf steht?
Ich bin stolz auf unsere Patisserie und dass sie so gut von den Gästen angenommen wird. Aber natürlich auch auf meine Familie und wie wir den Berufsalltag mit dem Familienleben handeln.
Wovon träumst du beruflich noch?
Natürlich träume ich davon, dass ich/wir mit unserer Patisserie und unserem Konzept erfolgreich sind.

Wie würdest du deine eigene Handschrift beschreiben?
Eine Mischung aus klassischem Geschmack und moderner Interpretation. Klar, aber mit Finesse.
Was macht für dich ein außergewöhnliches Dessert aus?
Die Kombination aus rundem, überraschendem Geschmack mit der dazu passenden perfekten Textur.
Welche Rolle spielen Trends wie weniger Zucker, pflanzliche Alternativen oder alkoholfreie Pairings für dich?
Trends sind immer wichtig, aber man muss nicht jeden mitgehen. Wenig Zucker ist in der Patisserie eingeschränkt möglich und spielt bei mir eher eine untergeordnete Rolle. Pflanzliche Alternativen spielen eine große Rolle – so sind fast alle meine Eissorten vegan und unverkennbar gut im Geschmack.
Welche Kollegin, welcher Kollege oder welche Schule der Patisserie hat dich besonders beeinflusst?
Cédric Grolet und Vincent Vallée.
Was möchtest du Gästen mit einem Dessert am Ende des Menüs mitgeben?
Es ist der perfekte Abschluss. Der Moment, der in Erinnerung bleibt und an den sie sich mit Freude noch lange erinnern.
Ohne Gastronomie wäre ich wahrscheinlich
Hubschrauberpilot
Mein schönster Moment im Job ist,
wenn etwas funktioniert, der Gast es versteht und meine Begeisterung teilt
Ein perfekter Abend beginnt für mich mit
netten Menschen und guter Stimmung
Das beste Kompliment eines Gastes war
„Es war einfach perfekt.“
In der Gastronomie wünsche ich mir mehr
Wertschätzung und Respekt