Mike Kainz ist seit Februar 2018 Patissier im The Fontenay. Der 32-Jährige stammt aus Lörrach in Baden-Württemberg und hat im Steigenberger Hotel Der Sonnenhof in Bad Wörishofen seine Ausbildung zum Koch absolviert. Anschließend zog es ihn aus dem Dorf und in die Großstadt. Er arbeitete im One Market Restaurant in San Francisco, dann im Royal Meridien und am Süllberg unter Karlheinz Hauser in Hamburg. Nach einer Station im Les Trois Rois in Basel zog er fest in das The Fontenay ein. Für seine heutige Arbeit im The Fontenay wurde er für den Genuss-Creator Award in der Kategorie Patissier des Jahres nominiert.
Ich bekomme Trends mit, bleibe aber doch lieber der klassischen Patisserie treu
Mike Kainz
Mike Kainz, warum bist du in der Gastronomie gelandet?
Ich komme aus einer Gastronomie-Familie mit eigenen Betrieben, daher war der Bezug dazu relativ früh schon da.
Warum ist die Gastronomie für dich die passende Branche?
Weil sie Kreativität, Handwerk und Teamarbeit verbindet und kein Tag wie der andere ist.
Was liebst du an deinem Job am meisten?
Desserts und Süßes macht Menschen glücklich. Menschen diesen besonderen Moment zu schenken, ist etwas Besonderes.
Gab es jemanden, der dich besonders gefördert oder inspiriert hat – ein Vorbild oder Mentor?
Marco D´Andrea hat mich fachlich und persönlich auf meinem Weg maßgeblich geprägt.
Was treibt dich an einem langen Arbeitstag an?
Mein Team und der gemeinsame Anspruch, jeden Tag Höchstleistung zu geben.
Gibt es ein Gericht, ein Getränk oder einen Geschmack, der dich an deine Kindheit erinnert?
Frisch gebackener Rhabarberkuchen erinnert mich sofort an meine Kindheit, da dieser Kuchen einer meiner Lieblingskuchen meiner Mutter war.
Was machst du, um nach einem intensiven Arbeitstag abzuschalten?
Ich verbringe die Zeit mit meiner Familie, schaue Fußball oder gehe zum Kickboxen.
Worauf bist du besonders stolz, auch wenn es nicht im Lebenslauf steht?
Auf meine beiden Kinder und meine Familie.
Wovon träumst du beruflich noch?
Die Patisserie im The Fontenay weiter zu prägen und meinen eigenen Stil weiterzuentwickeln.

Wie würdest du deine persönliche Handschrift beschreiben?
Klassisch, aber auch modern und geschmacklich klar, mit viel Liebe zum Detail.
Was macht für dich ein außergewöhnliches Dessert aus?
Ein Dessert muss geschmacklich überzeugen, Emotionen wecken und den perfekten Abschluss eines Menüs bilden.
Welche Rolle spielen Trends wie weniger Zucker, pflanzliche Alternativen oder alkoholfreie Pairings für dich?
Ich bekomme die Trends mit, bleibe aber doch lieber der klassischen Patisserie treu. Alkoholfreie Pairings finde ich aber sehr spannend.
Welche Kollegin, welcher Kollege oder welche Schule der Patisserie hat dich besonders beeinflusst?
Ganz klar Marco D´Andrea. Mich begeistert vor allem die klassische französische Patisserie. Die Zeit mit Marco hat mich dabei besonders geprägt – vor allem, wenn es um Präzision, Handwerk und den Fokus auf den Geschmack geht.
Was möchtest du Gästen mit einem Dessert am Ende eines Menüs mitgeben?
Einen wunderschönen, genussvollen Ausklang eines perfekten Abends.
Welche süße Kindheitserinnerung würdest du gerne einmal auf einem Teller erzählen?
Den Geschmack und Duft eines frisch gebackenen Apfelkuchens – ich würde behaupten, diese Erinnerung kennt jeder.
Ohne Gastronomie wäre ich wahrscheinlich
KFZ-Mechaniker geworden
Mein schönster Moment im Job war
den Posten als Chef-Patissier im The Fontenay übernehmen zu dürfen und das Vertrauen zu erhalten, diese Verantwortung zu übernehmen
Ein perfekter Abend beginnt für mich mit
guten Drinks, guten Gesprächen, gutem Essen und wunderbaren Menschen, die mir wichtig sind
Das beste Kompliment eines Gastes war
„Das war das beste Dessert, das ich je gegessen habe!“
In der Gastronomie wünsche ich mir mehr
Wertschätzung für den Beruf, mehr Nachwuchs mit voller Motivation und Leidenschaft für Qualität