In ihrem zweiten Kochbuch „Moin – Rezepte und Geschichten von der Nordseeküste“ widmen sich Susanne und Alina Sawallisch neben norddeutscher Hausmannskost auch fast vergessenen Traditionsrezepten aus dem Norden – so wie der Pharisäer. Die Kaffeespezialität stammt ursprünglich von der Insel Nordstrand und trägt ein Stück Geschichte in sich: In der Gegenwart eines Pastors tranken die Friesen früher keinen Alkohol – also versteckte man den Rum kurzerhand im Kaffee. Die dicke Sahnehaube verhinderte dabei bei Taufen oder anderen Feierlichkeiten, dass der Alkoholgeruch entweichen konnte. Noch heute hat sich dieser Brauch gehalten, den Küsten-Klassiker direkt durch die Sahne zu schlürfen, statt umzurühren.
Zutaten für vier große Tassen
400 ml Sahne
1 L Kaffee
16 cl brauner Rum
8 Würfelzucker
Kakaopulver zum Bestreuen
Zubereitung
Sahne steif schlagen.
Heißes Wasser in die Kaffeetassen füllen, um sie zu erwärmen.
Parallel einen kräftigen Kaffee aufbrühen. Rum und Zucker zugeben und verrühren, bis sich der Zucker auflöst. Das Wasser aus den Tassen entfernen und die heiße Kaffeemischung gleichmäßig verteilen.
Jeweils eine Sahnehaube daraufgeben und diese mit Kakaopulver bestreuen.

Mit ihrem zweiten Kochbuch „Moin – Rezepte und Geschichten von der Nordseeküste“, das am 2. Juni im Hölker Verlag erscheint, bringt das Mutter-Tochter Duo Susanne und Alina Sawallisch die Nordseeküste auf den Teller. Darunter traditionelle norddeutsche Rezepte und eigene Interpretationen. Auf 112 Seiten gibt es neben authentischen Einblicken in die Nordsee-Küche auch persönliche Geschichten und informative Elemente. Vor 16 Jahren entdeckte Familie Sawallisch an der Küste ein altes Reetdachhaus und verbrachte künftig ihre freien Wochenenden an der Nordsee. Mit dem neuen Werk drückt das Duo seine Liebe zu dieser zweiten Wahlheimat aus: „Das Meer war uns als Hamburgern natürlich vertraut. Doch erst hier an der Küste haben wir verstanden, wie stark Wind, Wetter und Gezeiten das Leben beeinflussen. Alles richtet sich danach – auch das Essen“, heißt es im Vorwort.
