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Dessert

Frisch gebacken: Die Crumble Bar hat einen festen Standort 

Unternehmerin Anisha Degens verkauft seit 2023 britischen Apple Crumble und weitere Variationen in ihrer Crumble Bar. Inzwischen hat sie einen festen Standort am Rathausplatz und weitere Konzepte sind bereits in der Planung

17. März 2026

Anisha Degens vor ihrer Crumble Bar am Rathausmarkt / ©Natalie Müller 
Anisha Degens vor ihrer Crumble Bar am Rathausmarkt / ©Natalie Müller 

Schon von Weitem riecht man den leckeren Duft von frisch gebackenem Crumble und warmem Kompott. Wer diesem Duft folgt, findet ein wenig versteckt zwischen Bauzäunen einen der charmantesten neuen Anlaufpunkte der Stadt.

Der süße Stand mit der Aufschrift „The Crumble Bar – warm, echt, crumble“ befindet sich seit Sommer 2025 in einem der denkmalgeschützten Glaspavillons gegenüber des Rathaus. Für Inhaberin Anisha Degens stand sofort fest: „Wenn ein Standort in Hamburg cool ist, dann doch wohl dieser – mit den Bäumen, dem Rathaus, mitten in der Stadt.“ Die Marktstände auf Wochenmärkten ersetzt das trotzdem nicht, denn auf den Märkten fing damals alles an.

Eine Unternehmerin mit vielen Ideen

Wer Degens’ Lebenslauf liest, merkt schnell, dass sie eine Frau ist, die keine Angst vor Neuem hat – sondern genau dort aufblüht: Volontariat in einer Redaktion, Masseurin, Leiterin von Pekip-Kursen, Stand-Up-Paddle-Verleih und schließlich Franchisenehmerin eines Frozen-Joghurt-Wagens. Was all diese Etappen verbindet: Anisha Degens war so gut wie immer selbstständig und neugierig auf den nächsten Schritt. Zum Crumble kommt sie eher zufällig, als sie merkt, dass sich Frozen Joghurt bei schlechtem Wetter nicht gut verkaufen lässt. Auf der Suche nach einem zweiten Standbein, das das ganze Jahr über funktioniert, entdeckt sie über Instagram eine Crumble Bar in England – und ist sofort begeistert.

Das Konzept des Crumbles ist simple, gleichzeitig besonders und vor allem unglaublich lecker. Ein klassisch britisches, warmes Dessert aus Apfelkompott, überbacken mit einer Schicht aus Butterstreuseln. Was dabei für die Hamburgerin von Anfang an wichtig ist und bis heute bleibt: Alles wird von Hand gemacht und die Zutaten, die verwendet werden, kommen größtenteils aus der Region. Nach Verkostungen mit Familie und Freunden ist das perfekte Rezept schnell gefunden. Als Anishas Mann dann die Idee hat, eine italienische Ape zu kaufen, mit der man auf die Wochenmärkte fahren kann, ist die Crumble Bar geboren. 

Leckerer Crumble direkt am Rathausmarkt / ©Natalie Müller 
Leckerer Crumble direkt am Rathausmarkt / ©Natalie Müller 
Erdbeer-Matcha-Latte der Crumble Bar / ©Natalie Müller 
Erdbeer-Matcha-Latte der Crumble Bar / ©Natalie Müller 
Große Auswahl an Toppings für den Crumble / ©Natalie Müller 
Große Auswahl an Toppings für den Crumble / ©Natalie Müller 

Frostige Anfänge auf den Wochenmärkten

Der Anfang auf den Wochenmärkten ist jedoch alles andere als einfach: Frierend bei minus 5 Grad im Januar, ohne festen Platz, den es sich jeden Morgen zu ergattern gilt, ein neues Produkt und in den ersten Wochen nur eine Handvoll Verkäufe. „Jeder kennt Crêpes, jeder kennt Churros – beim Crumble muss man die Leute abholen und es vielen erst einmal erklären“, sagt die Unternehmerin. „Aber wer es einmal probiert, kommt wieder.“ 

Heute hat sie einen festen Platz auf dem Isemarkt, ein Meilenstein, auf den andere Händler teils viele Jahre warten. „Ich bin wirklich so dankbar für diesen Markt – er hat uns die Chance gegeben, mit dieser Idee größer zu werden.“ Und nicht nur das: Im Herbst 2025 kommt direkt daneben die Tiramisu Bar dazu – Degens’ neuestes Konzept mit hellblauer Ape, direkt neben der Crumble-Ape. Der Anspruch bleibt dabei der Gleiche: alles selbst gemacht, alles nach ihrem eigenen Rezept.

Crumble mit Blick aufs Rathaus

Den Schritt zum festen Standort wagt Anisha Degens, als sie mitbekommt, dass die Glaspavillons am Rathausmarkt saniert werden sollen. Rund 180 gastronomische Konzepte bewerben sich um insgesamt fünf Plätze – die Crumble Bar gewinnt den Zuschlag. Ganz einfach ist der Start dort allerdings nicht: Bauzäune prägen das Bild, städtische Auflagen schränken ein. Ihr Rosa darf nur wenig zu sehen sein, die Beleuchtung muss wieder runter. „Es ist ein bisschen anstrengend“, gibt sie zu – und lacht dabei. Aufhalten lässt sie sich davon nicht.

Das Prinzip bleibt dabei dasselbe wie auf dem Markt: Im Baukastenprinzip wählen Gäste Kompott, Streusel und Soße. Apfelkompott und Butterstreusel gibt es jeden Tag, hinzu kommen saisonale Spezialitäten wie Rote-Früchte-Kompott oder Franzbrötchenstreusel. Bei den Soßen lässt sich zwischen Vanillesoße und veganer Sahne wählen. Zum Schluss kann man sich seinen Crumble individuell mit Toppings verzieren.

Banana Pudding, Matcha und neue Ideen

Das Besondere bei dem Stand am Rathausmarkt: Hier gibt es zusätzlich den viralen Banana Pudding  sowie Getränke wie Matcha, Kaffee und Crumble Drinks. Das Getränkeangebot soll langfristig weiter ausgebaut werden, mit dem Fokus auf besondere, etwas ausgefallene Kreationen.

„Wir kommen vom Markt und bleiben auch auf dem Markt – dieser feste Standort kommt on top“

Anisha Degens

Der feste Standort wird die Marktstände aber keinesfalls ersetzen. Familie und Mitarbeiter führen sie nach wie vor weiter, denn für die Gastronomin ist der Markt kein Sprungbrett, sondern Daily Life. „Wir kommen vom Markt und bleiben auch auf dem Markt – dieser feste Standort kommt on top.“ Ideen für neue Konzepte hat sie noch viele, erzählt sie lächelnd. Man darf gespannt sein!

Natalie Müller 

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Zubereitung des Crumbles / © Natalie Müller 
Zubereitung des Crumbles / © Natalie Müller