Der Guide Michelin gilt weltweit als einer der relevantesten Gastroführer. Die Restaurants, die dort gelistet sind, wurden von den Restauranttesterinnen und -testern geprüft, bewertet und auf der Webseite des Guide Michelin veröffentlicht. Die Adressen, die dort aufgeführt werden, gelten als herausragende Gastronomien und besonders empfehlenswerte Restaurants. 59 Hamburger Lokale sind dort zu finden – vier davon erst seit Neuestem.
Schnitzel, Kaiserschmarrn und St.-Pauli-Schmäh
Das Restaurant & Beisl Gassenhaur in der Kastanienallee gehört zum Schmidt’s-Tivoli-Kosmos und gilt seit Jahren als beste Hamburger Adresse für Schnitzel. Krosse Panierung, saftiges Fleisch nebst frischem Salat ziehen Hamburgerinnen und Hamburger genauso an wie Hamburg-Besuchende. Künftig könnten das noch mehr werden, denn der Guide Michelin hat das Gassenhaur in seine Restaurantliste aufgenommen. „Von außen recht unscheinbar, entpuppt sich das Bistro in der ersten Etage als echtes kleines Bijou. (…) Lassen Sie sich nicht das Original Wiener Schnitzel vom Kalbsrücken entgehen – dazu empfiehlt sich ein frisch gezapftes Bier“, heißt es auf der Webseite des Restaurantführers.
Das Team um Alexander Hagen, Leiter der Schmidt-Gastronomie, hat den Anspruch, „das beste Original Wiener Schnitzel auf den Tisch zu bringen – nicht mehr und nicht weniger.“ Küchendirektor Olaf Dose freut sich: „Dass diese konsequente Art zu kochen nun vom Michelin Guide wahrgenommen wird, freut uns enorm.“
Weitere Neuzugänge beim Guide Michelin
Drei weitere Hamburger Restaurants wurden in die Riege der empfehlenswerten Hamburger Gastronomien aufgenommen. Über das Arc Restaurant, das jüngst beim Genuss-Michel zum Sieger in der Kategorie Szene-Läden gekürt wurde und dem bereits der erste Stern prophezeit wird, steht auf der Webseite: „Nicht ohne Grund ist das geschmackvolle, modern-reduziert gehaltene kleine Restaurant überaus gefragt. Dank der komplett einsehbaren Küche können Sie aus nächster Nähe verfolgen, wie ein pescetarisches Menü mit zehn Gängen entsteht. Hier überzeugen modern-kreative Speisen, die auf den ersten Blick vielleicht schlicht erscheinen, aber voller Facetten und Details stecken.“
Das jfk, das erst Anfang des Jahres von Ex-Haebel-Küchenchef Kevin Bürmann und seiner Partnerin Jule-Fee Poll eröffnet wurde, begeisterte die anonymen Tester des Guide Michelin ebenfalls. Kein Wunder, dass das Restaurant in der Sternschanze auch zum Newcomer des Jahres nominiert war.
Der dritte Neuzugang überrascht: Statt Fine-Dining setzt das Cyn Cyn eher auf chinesisches Fast-Food, doch begeistert damit seit rund zwei Jahren die Hansestadt. „In lebendiger, junger Atmosphäre stellen die beiden vietnamesischen Küchenchefinnen die berühmten Biang-Biang-Nudeln aus der chinesischen Provinz Shaanxi in den Mittelpunkt. Die Nudeln werden täglich frisch im Restaurant zubereitet und ergeben in Kombination mit den hausgemachten Saucen ein facettenreiches und authentisches Geschmackserlebnis“, heißt es im Guide Michelin.
Adieu Grüner Stern
Bei der Sternenverleihung im Juni 2025 wurden zahlreiche Restaurants mit dem grünen Stern für Nachhaltigkeit ausgezeichnet, doch im darauffolgenden Oktober gab der Guide Michelin die Einstellung der Auszeichnung bekannt. Zahlreiche Gastronomen und Gastronominnen äußerten sich dazu. Nun ist der grüne Stern gänzlich von der Webseite verschwunden. Stattdessen finden Leserinnen und Leser dort, wo früher der grüne Stern war, ein Statement des Restaurants zu seiner nachhaltigen Arbeitsweise. Zum Beispiel beim Heimatjuwel von Marcel Görke: „Unser Menü wird bestimmt von der Natur und dem Wechsel der Jahreszeiten. Dank lokaler Zutaten von Biohöfen im Hamburger Umland und von kleinen Lieferanten kommen die Produkte praktisch vom Bauernhof direkt auf unsere Tische! Unser Menü ist nahezu rein vegetarisch, kann aber auch um ein Fischgericht erweitert werden.“
