Es ist kein leichtes Erbe, das das über 200 Jahre alte Gebäude in Osdorf mit sich bringt. Zwei Restaurants, erst der Wackerhof und dann das Servus, haben hier zuletzt innerhalb kurzer Zeit geschlossen – und dennoch zieht Anfang März 2026 mit dem Lamberjacks ein Konzept ein, das sich von seinen Vorgängern unterscheidet. Hinter dem neuen Restaurant stehen Leandro Santos und Mia Kulla, ein Gastronomenpaar mit Erfahrung aus einigen der bekanntesten Häuser Londons und Hamburgs.
Zwei Menschen, ein Konzept
Leandro Santos, gebürtiger Brasilianer, hat sich seine Küchenerfahrung an den besten Adressen erarbeitet. In London stand er unter anderem am Herd im Zuma von Rainer Becker, sowie im Nopi, dem ersten eigenen Restaurant von Yotam Ottolenghi, dessen Handschrift bis heute klar in Santos’ Küche zu erkennen ist. In Hamburg gehörte er zum Opening-Team des Nikkei Nine und kochte im Frames von Fabio Haebel, im Engels von Tarik Rose sowie im Süllberg von Karlheinz Hauser.
Mia Kulla, startete ihre Karriere als Cocktail-Waitress im Nobu Berkeley Square in London, arbeitete anschließend im Sketch von Mourad Mazouz und im Fünf-Sterne-Haus Dorchester Hotel, bevor sie ins Management verschiedener Gastroclubs wechselte. Gemeinsam gründeten die beiden in London den „Stolen Supperclub“ – einen der ersten seiner Art, bei dem Gerichte aus den angesagtesten Restaurants in persönlicher Atmosphäre nachgekocht und serviert wurden.


Gastropub-Feeling in Osdorf
Nach zwanzig Jahren in London bringen die beiden ihre Erfahrungen jetzt nach Hamburg. Das Lamberjacks lehnt sich am britischen Gastropub-Konzept an: reinkommen, am Kamin ein Glas Wein trinken, eine Kleinigkeit essen – oder mit der Familie eine ganze Mahlzeit genießen. Die Einrichtung, insbesondere das Wohnbistro, unterstreicht genau diese unkomplizierte, familiäre Atmosphäre.
Die Speisekarte ist klein, aber variantenreich: „Das Essen ist vielfältig, fun, colourful und trotzdem bodenständig und erschwinglich“, so Mia Kulla. Wer den passenden Wein sucht: Jacques’ Weindepot Osdorf befindet sich direkt unter dem Restaurant – eine ausgesuchte Flasche von unten lässt sich oben beim Essen genießen. Für den Sommer wartet außerdem ein schönes Außengelände. Im Vordergrund steht bei allem das Soziale – das Lamberjacks soll ein Ort der Begegnung sein.
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