Wer an Tokio denkt, denkt an bunte Leuchtreklamen, Hochhäuser und modernste Technik. Doch zur japanischen Metropole gehören genauso schmale Gassen mit urigen Restaurants, die Ramen, Sushi, Yakitori und Co. anbieten. Die vielleicht berühmteste dieser Gassen ist die Omoide Yokocho, die „Memory Lane“ in Shinjuku. Mit ihren kleinen Lokalen, dem gedämpften Licht und der authentischen japanischen Küche diente die Straße als Vorbild für eine Neueröffnung in der Innenstadt. Der Name: Omoide Hamburg.
In den Räumlichkeiten des ehemaligen Shiso Burgers hat Gastronom Tri Nguyen Mitte Oktober seinen persönlichen Japan-Traum verwirklicht: inklusive 80er-Jahre-Retro-Charme und Gassen-Flair. Gemeinsam mit seinem Geschäftspartner Tam setzt er auf hausgemachtes Sushi, allerlei Spieße und warme Gerichte. Die Inspiration für das Restaurant und sein Konzept lieferten zahlreiche gemeinsame Japanreisen der beiden Gastronomen. „Omoide glänzt durch den Vibe, die Farben und natürlich die Speisen“, so Tri Ngyuen, „aber vorrangig ist, dass man hier gelassen tolles Sushi essen kann.“
„Wir hatten mit Shiso Burger eine tolle Zeit“, so Ngyuen. „Doch die dauerhafte Baustelle hat dem Geschäft sehr geschadet. Wir haben es schließen müssen.“ Mit der Eröffnung des zweiten Hamburger Shiso Burgers am Kleinen Burstah verlagerte sich der Erfolg. Nach der Schließung des Shiso Burgers in der Bugenhagenstraße im Mai folgte eine kurze Pause und schließlich der Umbau. Denn: „Wir haben immer an den Standort hier geglaubt!“
Japanisches Gassenflair
Während im neuen Nikolaiquartier weiterhin die beliebten asiatischen Burger verkauft werden, setzt Nguyen in der Bugenhagenstraße nun auf japanische Straßenküche von mittags bis abends. Dafür orientiert er sich an den verwinkelten Gassen Japans und bringt genau diese Atmosphäre nach Hamburg. Das kleine Restaurant ist diesen japanischen Lokalen nachempfunden, in denen die Gäste in kleinen Gruppen zusammenkommen können, um Sushi und Co. zu genießen. Mit 80er-Jahre-Deko, japanischen Klassikern sowie ausgefallenen Eigenkreationen will der Familienvater, der selbst in Berlin wohnt, den Standort wieder zum Erfolg führen. Die Baustelle rund um das Levantehaus dauert noch an: Nach aktuellem Stand sollen die Bauarbeiten im Frühjahr 2027 abgeschlossen sein. Dann hofft Nguyen auf uneingeschränkten Zugang zu seinem japanischen Traum in der Hamburger Innenstadt.

