Wer regelmäßig in Blankenese frühstücken, einen Flammkuchen essen oder bei einem Glas Wein den Tag ausklingen lassen möchte, landet früher oder später im Riva. Seit 20 Jahren betreiben Petra Avenarius und Michael Gamper das Restaurant an der Blankeneser Bahnhofstraße. Nun steht dem Betrieb samt Bistro-Konzept ein Umzug bevor: Das Gebäude, in dem das Riva seit seiner Eröffnung beheimatet ist, wurde verkauft und soll einem Neubau weichen. Das bestehende Mietverhältnis wurde gekündigt. Für die Gäste bedeutet das jedoch keinen Abschied. Das Riva zieht nur zwei Häuser weiter und soll nach aktuellem Stand bereits im Oktober am neuen Standort eröffnen. „Wir haben wirklich Glück gehabt“, sagt Betreiberin Avenarius. Durch Zufall sei das Paar auf den Rohbau aufmerksam geworden, wo derzeit eine Gastronomiefläche entsteht. Bis dahin läuft der Betrieb wie gewohnt am bisherigen Standort weiter. „Idealerweise schließen wir während des Umzugs für maximal zwei Wochen.“
Vom kleinen Café zur Blankeneser Institution
Als Avenarius und Gamper das Riva vor 20 Jahren eröffneten, war das Lokal deutlich kleiner als heute. „Nach fünf Jahren haben wir den Laden nebenan dazu bekommen. Seitdem hat sich das immer weiter entwickelt und ist mittlerweile zu einer Institution in Blankenese geworden.“ Tatsächlich gehört das Riva längst zu einer beliebten Adresse im Stadtteil. Das Konzept verbindet Café, Bistro, Restaurant und Bar unter einem Dach. Inspiration holen sich die Betreiber auf Reisen durch Europa. Die Karte reicht dabei von Frühstück über Flammkuchen, Pasta und Burger bis hin zu Austern, Kaviar oder hausgemachtem Tiramisu.


Am neuen Standort soll sich für Stammgäste wenig ändern. Das vertraute Bistro-Konzept bleibe erhalten, gleichzeitig eröffnen die neuen Räumlichkeiten zusätzliche Möglichkeiten. Vor allem die Küche wird deutlich größer ausfallen. „Da die Küche in der neuen Location wesentlich größer wird, ist es unser Ziel, unser Angebot zu erweitern und auch Catering anzubieten.“ Der Umzug kam für die Betreiber zu einem Zeitpunkt, an dem eigentlich andere Pläne im Raum standen. „Das war für mich nicht so leicht, diese Entscheidung zu treffen. Ich bin schon fast 70 und wir hatten demnächst vor, uns langsam aus dem Geschäft zurückzuziehen. Jetzt hat sich das doch so ergeben, dass wir weitermachen.“ Langfristig ist die Nachfolge bereits geregelt: Ein langjähriger Mitarbeiter soll das Riva zu einem späteren Zeitpunkt übernehmen.
Weitere Projekte an Elbe und Schlei
Neben dem Riva betreiben Avenarius und Gamper bereits das Malizia Beach am Strandweg. Dort seien aktuell keine Veränderungen geplant. Erst vor wenigen Monaten kam zudem ein weiteres Projekt hinzu. In Sieseby an der Schlei übernahm das Paar den traditionsreichen Schlie-Krog, der nach rund zwei Jahren Leerstand zu Ostern wiedereröffnet wurde. „Das war eigentlich als Ausweichquartier gedacht, falls mit dem Riva alles schief geht“, erzählt Avenarius. Inzwischen habe sie sich jedoch in das historische Gebäude und seine Lage verliebt. „Das ist ein sehr traditionsreiches Lokal, unheimlich schön gelegen direkt an der Schlei. Der Name ist sehr bekannt und das kommt uns zugute.“ Auch im Ort sei die Wiedereröffnung positiv aufgenommen worden: „Die Einwohner freuen sich, dass das Lokal wieder zum Leben erweckt wurde.“
