Das Wirtshaus Watzmann in Sasel war über drei Jahrzehnte bekannt für österreichische Küche: Schnitzel, Tiroler Gröscht’l und Kaiserschmarrn in rustikaler Geselligkeit. Am 1. Juli wurde für das Wirtshaus zum zweiten Mal ein Insolvenzverfahren gestartet. Dieses Mal kann das Wirtshaus jedoch nicht gerettet werden.
2024 resultierte das erste Insolvenzverfahren in einer Übernahme durch die H+T Gastro GmbH mit Geschäftsführer Stefan Tramp. Mit der neuen Eigentümerin war der ehemalige Inhaber Dirk Wiedenroth zuerst weiter als Koch beschäftigt, das Arbeitsverhältnis wurde jedoch Mitte 2025 beendet. Laut Aussagen des zuständigen Insolvenzberaters Marc Heinrich sei danach ein Koch eingestellt worden, „der nicht kochen konnte“. Weiter berichtet er: „Zu dem Zeitpunkt fing es an, dass die Bewertungen über das Restaurant im Internet in den Keller gingen. Gäste waren plötzlich nicht mehr mit dem Essen zufrieden.“ Im Zuge dessen wurde ein neuer Koch eingestellt, der die Qualität wieder etwas anheben, aber das Restaurant nicht retten konnte: „Die Qualität war, wohl auch aus Notwendigkeit zu sparen, nicht mehr auf einem vergleichbaren Niveau wie vorher. Das hat wohl weitere Kunden gekostet, sodass am Ende schlichtweg die Liquidität fehlte.“ Mitarbeitenden wurde bereits Ende Mai gekündigt.
Zukunftsperspektiven
Mit einem Investor, der das Restaurant mit einem gleichbleibenden Konzept übernimmt, konnte nicht übereingekommen werden. Eine neue Besitzerin wurde trotzdem gefunden – nur mit einem ganz neuen Konzept. Das Lokal in Sasel wird zu einem modernen vietnamesischen Restaurant. Unter der neuen Besitzerin Phuong Nga Nguyen soll in Zukunkt das Cham mit dem Motto Asian Kitchen – Wine – Stories entstehen. Neben vietnamesischer Küche, wird es auch koreanische und japanische Einflüsse geben.