Am 12. Oktober lud der Dehoga Hamburg erneut zum Gastro-Event in Angie’s Nightclub im Schmidts Tivoli auf St. Pauli. Rund 200 Gäste aus Gastronomie, Hotellerie, Wirtschaft und Politik kamen zusammen, um Kontakte zu knüpfen und sich über die Branche auszutauschen. Im Mittelpunkt stand diesmal ein Blick hinter die Kulissen des Wacken Open Air: Statt des kurzfristig verhinderten Festival-Mitgründers Holger Hübner berichtete Food-and-Beverage-Manager Alexander Straßberger im Interview von den Herausforderungen der Großveranstaltung, moderiert von Dehoga-Präsident Bernd auf der Heide. Denn jedes Jahr reisen rund 80.000 Heavy-Metal-Fans aus aller Welt an, um auf dem 360 Hektar großen Gelände in Schleswig-Holstein über 100 Bands live zu erleben. Diese riesigen Dimensionen stellen auch die Festivalgastronomie vor besondere Herausforderungen.
Blick hinter die Kulissen der Festivalgastronomie
Wie groß diese Dimensionen tatsächlich sind, führte Straßberger anhand eindeutiger Zahlen vor. Rund 85 sogenannte Point of Sales versorgen die Besucherinnen und Besucher mit Speisen und Getränken – von Pommes bis Steak und vor allem Bier. „Der normale Wackengänger isst am liebsten Fleisch in allen Variationen, aber wir haben auch vegane und vegetarische Angebote. Doch vor allem trinkt er gerne Bier“, berichtete Straßberger. Bei voller Auslastung pro Stunde fließen rund 10.000 Liter Bier auf das Gelände über eine etwa einen Kilometer lange Bier-Pipeline – eine nachhaltige Alternative zu Lkws, die früher die Bierfässer abtransportieren mussten.
Auch die Wirtschaftlichkeit des Festivals kam zur Sprache. Aus dem Publikum wurde die zunehmende Kommerzialisierung des Wacken Open Air angesprochen. „Am Ende des Tages sind wir auch ein Wirtschaftsunternehmen.“ Weiter betont Straßberger: „Wir müssen als Festival eine Balance finden zwischen Kommerz und des Spirits des Festivals, um wirtschaftlich bestehen zukönnen. Das ist eine große Herausforderung.“ Nach dem Interview ging der Abend in den persönlichen Austausch über. Bei Currywurst, Brezeln und Drinks kamen die Gäste miteinander ins Gespräch. Dabei nutzten die Gäste aus Gastro, Wirtschaft und Politik das lockere Event zum Netzwerken, austauschen und feiern.

